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Zweibrücker Ausbildungsmesse
ZAM ist ein Erfolgsmodell

59 Aussteller kommen in die Festhalle.
59 Aussteller kommen in die Festhalle. FOTO: Jan Althoff
Zweibrücken . Seit zehn Jahren präsentieren sich bei der Zweibrücker Ausbildungsmesse Betriebe und Institutionen. Von Fritz Schäfer

Mit zwölf Firmen startete 2008 die Zweibrücker Ausbildungsmesse. Bei der elften Auflage am Dienstag, 11. September, in der Festhalle nehmen 59 Betriebe, Dienstleister und Institutionen teil. „Die ZAM hat sich zum Erfolgsmodell entwickelt“, folgert Jugenddezernent und Bürgermeister Christian Gauf aus den Zahlen. „Für die Unternehmen ist die ZAM interessant, um qualifizierte Bewerber anzusprechen“, sagt Gauf. Insofern sei die Ausstellung auch ein Stück Wirtschaftsförderung.

„Die Betriebe, die selbst ausbilden, sind im Vorteil“, fügt Stadtsprecher Heinz Braun hinzu. Bei der Industrie sei die Erkenntnis bereits angekommen, wie die Teilnahme einiger großer Betriebe zeigt. Das Handwerk ist weiter nur durch die Handwerkskammer vertreten. „Wir würden uns wünschen, dass sich auch Handwerksbetriebe den Schülern präsentieren“, bedauert der Bürgermeister Denn auch das Handwerk benötige junge Leute.

„Wir haben mit der Kammer und Handwerkern gesprochen“, unterstreicht Jugendscout Alexandra Müller das Anliegen. „Ein Elektrobetrieb kommt vielleicht noch dazu.“ Nach den Messen finden stets Gespräche mit den Ausstellern statt. „Da nehmen wir auch Vorschläge auf“, sagt Jugendamtsleiter Jörg Klein. So wurde bereits im vergangenen Jahr die Messe auf einen Tag verkürzt. „Damit sind wir dem Wunsch der Aussteller entgegengekommen.“



Die Messe beginnt um 8.30 Uhr und endet um 16 Uhr. Während dieser Zeit können sich Schüler und Eltern über verschiedene Ausbildungsberufe informieren. Nicht nur bei Ausbildern, sondern auch bei fast gleichaltrigen Auszubildenden. Nach Angaben Müllers haben sich rund 1000 Schüler aus neun Schulen aus Zweibrücken, Contwig und Vinningen angemeldet. „Die Schulen kommen in Gruppen zeitlich gestaffelt“, erklärt Müller.

Im vergangenen Jahr haben die Aussteller angeregt, dass die Branchen gemischt werden und es keinen Raum für eine Branche gibt, erläutert Klein eine Änderung. „Da sehen die Jugendlichen vielleicht ein Berufsangebot, dass sie bisher noch nicht auf dem Schirm hatten.“ Der Jugendamtsleiter und die Jugendscout haben bei der Messe vor allem die Jugendlichen im Blick. Müller: „Wenn sich die Jugendlichen richtig informieren können haben sie eine bessere Chance auf einen Ausbildungsplatz.“ Dem dient auch der Vortrag von Michelle Rivera Campos – um zehn und 11.30 Uhr – über Vorstellungsgespräche in einem der Tagungsräume. Dabei geht die Referentin darauf ein, worauf Bewerber achten sollen und was sie auf keinen Fall tun sollten. Klein wies darauf hin, dass bei der von den Jugendscouts organisierten Messe auch die Schulen eingebunden werden, die die Schüler im Unterricht auf die ZAM vorbereiten würden. In diesem Jahr wird erstmals der Gelbe Saal der Festhalle für die Ausstellung genutzt.