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Hauptausschuss des Stadtrates
Gewobau erwirtschaftet Jahresüberschuss

Zweibrücken. Von Fritz Schäfer

„Wir haben eine Wohnungsbaugesellschaft, die gut für die Stadt ist“, kommentierte Bürgermeister Christian Gauf (CDU) den Jahresabschluss 2017 der Gesellschaft für Wohnen und Bauen. „Gut, dass wir vor Jahren den Vorschlägen aus den Reihen der FDP nicht gefolgt sind, die Gewobau zu verkaufen“, merkte der Aufsichtsratsvorsitzende Berni Düker (SPD) an.

Bei einer Bilanzsumme von 93,6 Millionen Euro erwirtschaftete die Gewobau im vergangenen Jahr einen Überschuss von 1,6 Millionen Euro. Der Hauptausschuss empfahl ohne weitere Diskussion dem Stadtrat, dem Jahresabschluss der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft  zuzustimmen.

In dem vorgelegten Jahresbericht verweist die Gewobau, dass sie mit rund 3000 Wohnungen weiter der größte Wohnungsanbieter in der Stadt ist. Dabei engagiert sich die Gesellschaft bei der Bautätigkeit mit dem Projekt Wohnen-Plus neben dem zu errichtenden Pflegeheim in der Canada-Siedlung. Ansonsten widmete sich die Gewobau im vergangenen Jahr weiter der Modernisierung und Instandhaltung des Wohnungsbestands. 5,2 Millionen Euro wurden dafür aufgewendet. Insbesondere bei den Bädern und dem Einbau energiesparender und marktgerechter Heizungsanlagen sowie bei der Verbesserung des Wärme- und Brandschutzes.



Die Mieteinnahmen der Gesellschaft sind nach dem Bericht in den letzten 15 Jahren um zwei Drittel auf rund elf Millionen Euro gestiegen. „Wobei sich dies in erster Linie nicht aus Mieterhöhungen ergibt, sondern aus der Vermietung zusätzlicher Objekte“, heißt es in dem Bericht. Die Gewobau möchte Zweibrücken attraktiver machen. Deshalb sei es negativ, höhere Mieteinnahmen anzustreben, wenn gleichzeitig die Stadt höhere Sozialleistungen erbringen müsste.

Zum Engagement im Sinne der Stadtentwicklung zählt der Jahresbericht den Erwerb des leer stehenden Finanzamtes, den Bau des Einkaufsmarkts in der Canadasiedlung, die geplante Pflegeeinrichtung oder den Bau einer Kindertagesstätte sowie die günstige Vermietung für die Zweibrücker Tafel und die Lern- und Spielstuben.