| 20:16 Uhr

Bhanhöfe
Bahn wertet kleine Bahnhöfe auf

 Defekte Bahnhofsuhren sind ein Ärgernis.
Defekte Bahnhofsuhren sind ein Ärgernis. FOTO: dpa / Friso Gentsch
Berlin. 250 Millionen Euro zusätzlich für mehr Reinigung und Instandhaltung. dpa

Die Deutsche Bahn will sich besser um ihre zum Teil maroden und schmutzigen Bahnhöfe kümmern. In den nächsten fünf Jahren will der Staatskonzern dafür zusätzlich 250 Millionen Euro ausgeben, wie die „Bild am Sonntag“ berichtet. Eine Bahnsprecherin sagte, das Geld solle bundesweit in die Instandhaltung kleinerer Bahnhöfe fließen. Sie sollen zudem häufiger und intensiver gereinigt werden.

Das Programm sieht demnach vor, dass Wände gestrichen, defekte Fenster ausgetauscht, Aufzüge und Rolltreppen gewartet, Bahnsteigdächer repariert oder Korrosionsschutz und Beleuchtung in Unterführungen erneuert werden. Das zusätzliche Geld soll in die Stationen gesteckt werden, bei denen der größte Bedarf besteht.

Die Deutsche Bahn hat bundesweit 5700 Bahnhöfe. Zuletzt wurde bekannt, dass fast 15 Prozent der Aufzüge übers Jahr verteilt vier Wochen oder länger ausfallen. Die Bahn verwies auch auf Vandalismus, betonte aber, im Schnitt seien 97 Prozent aller Aufzüge auf den Bahnhöfen im ersten Halbjahr dieses Jahres verfügbar gewesen. Die Bahn betreibt bundesweit 2200 Aufzüge und 1000 Rolltreppen. 2018 hat sie 170 Millionen Euro für ihre Reparatur und Instandhaltung ausgegeben.



Im Sommer war auch bekannt geworden, dass es an 92 Prozent der Bahnhöfe kein Servicepersonal mehr gibt, das Fragen beantwortet oder Fahrgäste im Rollstuhl unterstützt. Laut Bahn liegt die Zahl der Servicemitarbeiter seit zehn Jahren konstant bei 3000. Das Personal werde an allen großen Bahnhöfen eingesetzt. Es gebe auch 2300 Reiseberater in Reisezentren sowie 2000 Reinigungskräfte. Neben 5000 Bundespolizisten seien 4000 Konzern-Sicherheitskräfte im Einsatz.