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Ortsgemeinderat
Winterbach investiert in Fahrzeughalle

Am Sportplatz des SC Winterbach soll die neue Fahrzeughalle errichtet werden.
Am Sportplatz des SC Winterbach soll die neue Fahrzeughalle errichtet werden. FOTO: Norbert Schwarz
Winterbach. Die Genehmigung für den rund 120 000 Euro teuren Neubau beim SC-Sportheim liegt inzwischen vor. Von Norbert Schwarz

Rund 120 000 Euro wird Winterbach in den Neubau einer Fahrzeughalle investieren, die ihren Standort beim Sportheim des SC, zwischen den beiden Ortsteilen Niederhausen und Winterbach hat. Die Baugenehmigung für den Zweckbau liegt jetzt vor. Die ersten Arbeiten haben die Ortsgemeinderatsmitglieder vergeben.

Länger als vorgesehen musste die Ortsgemeinde als Bauherrin auf die Genehmigung warten. Das mit der Bauleitung beauftragte Fachbüro hat die Arbeiten ausgeschrieben. Für die Erd- und Stahlbetonarbeiten lagen zwei Angebote vor. Das kostengünstigste unterbreitete das Bauunternehmen Kurt Mayer aus Hütschenhausen mit einem Angebotspreis von 28 982,02 Euro. Auf Nachfrage teilte Ortsbürgermeister Willi Schwarz mit, dass diese Kosten hauptsächlich bei der Bodenplatte und Eisenarmierung entstehen. Die Halle selbst wird in Holzbauweise errichtet.

Der erste Ortsbeigeordnete Hans Schneble wollte wissen, ob es einen Bauzeitenplan gibt. „Bis November müssen die Arbeiten fertig sein“, sagte Andreas Weizel, zweiter Ortsbeigeordneter und als Unternehmer selbst mit den Bauarbeiten konfrontiert, wie die Vergabe der Zimmer- und Dachdeckerarbeiten ergaben. Dazu musste Weizel nämlich vom Tisch abrücken und sich in den Zuhörerbereich begeben. Das Bieterinteresse für dieses Gewerk ist groß gewesen. Acht Firmen zeigten zunächst Interesse, fünf Angebote gingen letztendlich ein. Das günstigste Angebot unterbreitete Andreas Weizel der in seinem Heimatort einen Dachdeckerhandwerksbetrieb leitet. 60 859,71 Euro war sein Angebot – dafür gab es von den Ratsmitgliedern den Zuschlag.



Die Hallenkonstruktion wird aus Holz sein. Zur Dacheindeckung müssen Ziegel verwendet werden. Dem Gemeindebegehren, statt des Ziegeldachs ein Falzblechdach für die Halle vorzusehen, habe die Kreisverwaltung Südwestpfalz als Baugenehmigungsbehörde nicht stattgegeben. Schwarz dazu: „Das hat das Vorhaben um rund 8000 Euro teurer gemacht. Doch von ihrer Forderung ist die Genehmigungsbehörde nicht abgerückt. Die Gerüstbauarbeiten wird die Firma Broschart aus Weselberg zum Angebotspreis von rund 2600 Euro ausführen.

Der Holzverkauf aus den Gemeindewaldungen muss aufgrund eines Urteils neu strukturiert werden, er ist bereits wiederholt darüber berichtet worden. Der neu zu gründenden Holzvermarktungs -GmbH tritt die Ortsgemeinde bei. Schwarz erklärte, dass die Verbandsgemeinde Mitglied der Gesellschaft wird und Stimmrecht hat. Für die ersten sieben Jahre wird die Mitgliedschaft beitragsfrei sein. Für rund 4,4 Hektar Gemeindewald am „Geißkopp“ – der Waldstreifen an der Landstuhler Straße und im „Bastentälchen“ (Wald beim Sportheim) – wird ein Waldrefugium beantragt. Das geschieht nicht grundlos, sondern es wird zugleich eine Zuwendung aus dem angesammelten Fond erwartet, der im Bereich der Verbandsgemeinde zum Flächenausgleich für errichtete Windräder bereits angesammelt ist. Den Anmerkungen des Ortsbürgermeisters war zu entnehmen, dass die Summe je Hektar 25 000 Euro betragen soll. Das wären 100 000 Euro, die die Gemeinde auf einen Schlag ausgezahlt bekäme.