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Motor
Unfall ohne Winterreifen kann teuer werden

 Wer bei Schnee ohne Winterreifen einen Unfall baut, muss mit Kürzungen bei den Kaskoleistungen rechnen.
Wer bei Schnee ohne Winterreifen einen Unfall baut, muss mit Kürzungen bei den Kaskoleistungen rechnen. FOTO: dpa-tmn / Rolf Vennenbernd
Hamburg/Berlin. Wer bei Glätte einen Unfall ohne Winterräder baut, riskiert, dass die Kaskoversichung die Leistung kürzt.

Autofahrer sind bei Eis, Frost, Glätte oder Schnee verpflichtet, mit Winterreifen zu fahren. Wer bei Winterwetter mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert im Schadenfall, dass die Kaskoversicherung ihre Leistungen deutlich kürzt. Darauf macht der Bund der Versicherten aufmerksam. Denn dann handeln Autofahrer grob fahrlässig.

Wer solche Kürzungen vermeiden will, kann beim Abschluss der Kaskoversicherung darauf achten, dass der Versicherer auf die Klausel bei der grob fahrlässigen Herbeiführung eines Versicherungsfalls verzichtet. Denn dann zahlt der Versicherer Schäden am eigenen Auto in der Regel zu 100 Prozent.

Schäden an anderen Fahrzeugen oder Personen reguliert hingegen die Kfz-Haftpflichtversicherung, informiert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). In der Regel kommt die Kfz-Haftpflichtversicherung des Verursachers also für Schäden der Unfallopfer auf und zwar auch dann, wenn der Verursacher mit Sommerreifen gefahren ist.



Winterreifen allein reichen für sichere Fahrt im Winter aber nicht aus. Sie müssen auch noch in einem guten Zustand sein. Mindestens 1,6 Millimeter Profiltiefe schreibt der Gesetzgeber vor. Der ADAC Berlin-Brandenburg rät aber zu mindestens vier Millimetern Profiltiefe.

Wer einfach selbst prüfen will, ob seine Winter- oder Ganzjahresreifen noch ausreichend Profil habe, steckt eine Ein-Euro-Münze ins Profil der Reifen. Verschwindet der drei Millimeter breite Goldrand im Profil, reicht es noch aus. Ragt er hervor, rät der Autoclub zu neuen Reifen.

(dpa)