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Gemeinsame USA-Reise mit Volker Wissing
Minister sieht Chancen für Start-ups aus Rheinland-Pfalz in den USA

Mainz/New York. Erstmals konnten kleine Start-up-Unternehmen aus Rheinland-Pfalz den Wirtschaftsminister in die USA begleiten. Volker Wissing zieht eine positive Bilanz.

Rheinland-pfälzische Start-up-Firmen finden nach Einschätzung der Landesregierung in den USA gute Chancen für ihre Geschäfte vor. „Wir können stolz auf unsere rheinland-pfälzischen Start-ups sein, sie spielen international in der Top-Liga mit“, sagte Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) der Deutschen Presse-Agentur nach einer rund einwöchigen Reise in die USA. „Die Rückmeldungen der Start-up-Unternehmen sind durchweg sehr positiv. Sie haben tolle Möglichkeiten gehabt, sich zu präsentieren. Dabei sind konkrete Projekte zustande gekommen,“ betonte der Minister.

Im vergangenen Jahr wurden dem Statistischen Landesamt zufolge rund 5300 Betriebe in Rheinland-Pfalz gegründet, 5,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Landesregierung fördert Gründer.

Der Minister sieht keine Unsicherheit bei Firmen wegen der Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump. „Die Unternehmer in Rheinland-Pfalz haben großes Interesse, mit Partnern in den USA zusammenzuarbeiten“, sagte Wissing. „Im Bereich der digitalen Wirtschaft sucht man die globale Kooperation. Man will voneinander lernen, da kann auch ein Donald Trump die Menschen nicht auseinanderbringen.“ Die Gründerszene in den USA funktioniere aber völlig anders als in Deutschland. „Wir haben nicht diese riesigen Summen an Risikokapital, dort gibt es aber auch hochriskante Geschäfte“, sagte er.



Der Wirtschaftsminister reiste bei seinem Besuch in den USA auch nach Kalifornien ins Weinanbaugebiet Napa Valley. Er sieht Rheinland-Pfalz „up-to-date mit der Digitalisierung in der Landwirtschaft“. „Große Weingüter im Napa Valley arbeiten mit smarter Technologie ähnlich wie bei uns“, sagte Wissing. „Auch was die Pläne für den Einsatz von Drohnen im Weinbau angeht, ist es nichts anderes als woran wir arbeiten.“ Allerdings ist die Weinbaustruktur in den USA eine andere: „Die Betriebe sind dort viel größer.“

Winzer in Rheinland-Pfalz können nach Ansicht von Wissing von den USA lernen, wenn es um den Einsatz der Digitalisierung über Dienstleister geht: „Es gibt dort beispielsweise sehr viele Lohnunternehmen, die die Bewirtschaftung für andere als Dienstleistung übernehmen“, sagte er. Dabei seien in einem digitalen Portal Informationen über Rebflächen gespeichert, die Arbeitsabläufe würden digital gesteuert. „Das kann in dieser Perfektion von einem kleinen Betrieb nicht geleistet werden. Von dem Einsatz der Lohnunternehmen als Dienstleister zur Bewirtschaftung können wir lernen.“ Dies finde in Anfängen auch schon in Rheinland-Pfalz statt, erklärte Weinbauminister Wissing.