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Neujahrsempfang
Altmaier kämpft bei „Autoregion“ für den Diesel

Saarbrücken. Die Diskussion um ein bundesweites Tempolimit auf deutschen Autobahnen sei nicht vordringlich. Das sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier auf dem Neujahrsempfang der „Autoregion“, dem automobilen Netzwerk der Großregion, in Saarbrücken. Von Udo Rau

Tatsächlich bestünden ja schon jetzt auf vielen Autobahnstrecken Tempobeschränkungen. In der Diskussion um den Dieselantrieb sei es wichtig, dass sich dessen Image nicht weiter verschlechtere: „Der Diesel ist ein großartiger Antrieb, das Vertrauen in ihn muss zurückgewonnen werden.“ Überhaupt sei die Zukunft der automobilen Entwicklung für das Saarland von essentieller Bedeutung. Rund die Hälfte der Industriearbeitsplätze hänge am Auto.

Wichtig sei es im automobilen Transformationsprozess, die Wertschöpfung im Lande zu behalten. Der Wirtschaftsminister wiederholte seine Forderung nach dem Aufbau einer eigenen Batteriezellenfertigung für Elektrofahrzeuge in Deutschland.

Der frühere Ford-Deutschland-Chef Bernhard Mattes, heute Präsident des Verbandes der Deutschen Automobilindustrie (VDA), plädierte in der Dieseldiskussion „für Sachlichkeit, faktorenorientierte Auseinandersetzung und die schnelle Wiederherstellung seines guten Rufes.“ Regulierungen und Scharfmacherei seien nicht hilfreich. Der VDA-Präsident betonte die vorbildliche Rolle des Netzwerkes „Autoregion“ mit seinem internationalen Ansatz. Dessen Geschäftsführer Armin Gehl unterstrich, dass es gelungen sei, das von der Industrie finanzierte Netzwerk als Marke aufzubauen.