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Wirtschaftsmagazin: Air Berlin noch nicht gerettet

Berlin. Die defizitäre Fluggesellschaft Air Berlin ist nach einem Bericht des Magazins „Wirtschaftswoche“ noch nicht gerettet. Die Bundesregierung prüfe die Finanzspritze des Großaktionärs Etihad, der staatlichen Fluggesellschaft des arabischen Emirats Abu Dhabi. dpa

Es gebe Zweifel, ob die Hilfe in Form einer Wandelanleihe über 300 Millionen Euro von Ende April das europäische Luftfahrtsrecht verletzt, schreibt das Magazin.

In der EU beheimatete Fluggesellschaften können die Betriebserlaubnis verlieren, wenn das Geschäft von Investoren außerhalb der EU kontrolliert wird. Durch die Konstruktion mit der Wandelanleihe sollte genau dies verhindert werden. Etihad übernimmt so nicht direkt weitere Anteile an Air Berlin.

Die Fluggesellschaft Air Berlin erklärte auf Nachfrage, man halte sich selbstverständlich an europäisches und deutsches Recht. Und eine Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums in Berlin sagte dazu: "Die Bundesregierung beobachtet die aktuelle Entwicklung bei Air Berlin sorgfältig. Zu unternehmensinternen Prozessen wird jedoch nicht Stellung genommen."

Air Berlin war im vergangenen Jahr noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht, als Experten erwartet hatten. Unterm Strich stand ein Verlust von 315,5 Millionen Euro. Jetzt plant das Unternehmen einen grundlegenden Umbau der Airline.