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Wiener Bank Medici kommt unter Staatskontrolle

Wien/New York. Der Milliardenbetrug an der Wall Street hat ein prominentes Opfer: Die Wiener Bank Medici ist einem Medienbericht zufolge deutlich stärker vom mutmaßlichen "Schneeball-System" des New Yorker Brokers Bernard L. Madoff (Foto: dpa) betroffen als bisher angenommen. Nun muss sie sich staatlicher Kontrolle unterwerfen

Wien/New York. Der Milliardenbetrug an der Wall Street hat ein prominentes Opfer: Die Wiener Bank Medici ist einem Medienbericht zufolge deutlich stärker vom mutmaßlichen "Schneeball-System" des New Yorker Brokers Bernard L. Madoff (Foto: dpa) betroffen als bisher angenommen. Nun muss sie sich staatlicher Kontrolle unterwerfen. Die Bestellung eines Regierungskommissars stehe "unmittelbar bevor", berichtete die österreichische Tageszeitung "Der Standard". Dieser soll weitgehende Kontrolle über das Unternehmen haben. Die Bank Medici gehört zu 75 Prozent der österreichischen Bankerin Sonja Kohn und zu 25 Prozent der Bank Austria. Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg bezifferte die Investitionen bei Madoff über diverse Medici-Fonds auf 3,2 Milliarden Dollar. dpa