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Streiks bei Germanwings werden beendet.
Gewerkschaft Ufo beendet Flug-Streiks

 Der Ausstand der Gewerkschaft Ufo hatte drei Tage lang  für zahlreiche Flugausfälle gesorgt. Über die weitere Strategie wird am kommenden Sonntag entschieden. 
Der Ausstand der Gewerkschaft Ufo hatte drei Tage lang  für zahlreiche Flugausfälle gesorgt. Über die weitere Strategie wird am kommenden Sonntag entschieden.  FOTO: dpa / Marcel Kusch
Berlin. 190 Verbindungen der Germanwings sind ausgefallen. Bisher gibt es keine Annäherung an die Arbeitgeberseite. dpa

In den Flugbetrieb an deutschen Flughäfen kommt in den kommenden Tagen wieder Normalität. Grund dafür ist, dass die Flugbegleitergewerkschaft Ufo auf eine Verlängerung ihres Streiks bei der Lufthansa-Gesellschaft Germanwings verzichten wird. „Wir werden den Streik wie geplant am Mittwoch beenden“, sagte ein Ufo-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Der Ausstand der Kabinengewerkschaft hatte nach dem Streikaufruf am Montag begonnen und sollte drei Tage dauern. Allerdings hatte Ufo zwischenzeitlich im Verlauf des Streiks auch eine Verlängerung des Ausstands angedroht.

Bereits am ersten Streiktag waren insgesamt etwa 60 Flüge ausgefallen. Mehrere große Flughäfen in Deutschland sind von dem Ausstand betroffen – unter anderem die Flughäfen Köln/Bonn und Berlin (Tegel). Wie bereits an den beiden Vortagen mussten auch am Neujahrstag erneut Tausende Passagiere bundesweit Einschränkungen hinnehmen. Nach den jüngsten Planungen der Gewerkschaft sollten mehr als 70 Flüge ausfallen, wie aus einer aktuellen Übersicht auf der Internetseite von Eurowings hevorgeht. Insgesamt wurden im Zuge des dreitägigen Streiks über 190 Verbindungen der Fluggesellschaft gestrichen. Die Gewerkschaft sieht dies als einen Erfolg an.

„Wir müssen erstmal nichts mehr beweisen“, sagte der Ufo-Sprecher mit Verweis auf die ausgefallenen Flüge. Zu der weiteren Strategie gehört, dass am kommenden Sonntag ein gewerkschaftsinternes Treffen stattfinden wird, um das weitere Vorgehen zu beraten. Bis zuletzt habe es keine Gespräche mehr mit der Arbeitgeberseite über die Forderungen und ein Angebot gegeben.



Germanwings ist mit insgesamt rund 30 Flugzeugen und etwa 1400 Mitarbeitern für Eurowings unterwegs, soll aber nach jüngsten Überlegungen mit dem Eurowings-Flugbetrieb verschmolzen werden. Das Management gebe den Mitarbeitern keine klare Perspektive für die Zukunft ihres Flugbetriebs, hatte Ufo-Vize Daniel Flohr in diesem Zusammenhang kritisiert.

Offizieller Streikgrund sind Regelungen zur Teilzeit für Kabinenbeschäftigte, die nach Angaben von Ufo unerfüllt sind. Germanwings hatte den Beschäftigten die Teilzeitregelungen der Lufthansa angeboten. Ufo lehnte aber ab, weil sie eigene Tarifregelungen zur Teilzeit will. Die Fluggesellschaft Eurowings betrachtet den Streik als unangemessen und setzte sich zum Ziel, in den drei Tagen von geplanten 1200 Flügen mehr als 1000 durchzuführen.