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Chemiekonzern
BASF nimmt automatisiertes Tankcontainerlager in Betrieb

Ludwigshafen. Der Chemieriese BASF hat in Ludwigshafen ein Tankcontainerlager mit vollautomatischen Förderfahrzeugen in Betrieb genommen. Mit der Anlage, die eine „kleine zweistellige Millionensumme“ koste, könnten Logistik-Ausgaben um 25 Prozent gesenkt werden, sagte Werksleiter Uwe Liebelt.

Er sprach von einem „Evolutionssprung“. Mit dem Einsatz der vollautomatischen Förderfahrzeuge reduziere sich die Zeit für die Anlieferung eines Kesselwagens vom BASF-Bahnhof zu einer der mehr als 150 Ladestellen am Standort von rund 22 Stunden auf künftig etwa eine Stunde. Das Lager verfügt auch über vollautomatische Kräne.

Landeswirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) sprach sich dafür aus, autonome Transportfahrzeuge nach Tests möglicherweise auch außerhalb des BASF-Geländes einzusetzen. „Dazu werden wir Gespräche mit dem Bund führen“, sagte er. Als mögliche Teststrecke nannte Vorstandsmitglied Michael Heinz eine zwei Kilometer lange Trasse unter der A6 zum Parkplatz der Kläranlage.

Heinz beklagte, dass BASF durch den Niedrigstand des Rheins den Wasserweg derzeit weniger als nötig nutzen könne. Abhilfe könnte eine Verengung des Flusses zwischen Mainz und St. Goar bringen, meinte er. Dies sei eine strategisch wichtige Stelle für die Schifffahrt.