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Zahl der Banken geht zurück
Immer weniger Volks- und Raiffeisenbanken

München. Auf dem Land werden die Banken rar. Grund ist ein seit Jahrzehnten anhaltender Fusionstrend, der sich in den vergangenen Jahren wegen steigenden Kostendrucks beschleunigt hat. Die Branche rechnet damit, dass es auch in den kommenden Jahren weitere Zusammenschlüsse gibt. dpa

Die nackten Zahlen: 1970 gab es in Westdeutschland noch 7096 Volks- und Raiffeisenbanken, im Jahr 2000 waren es im wiedervereinten Deutschland 1794, im vergangenen Jahr noch 915. Dabei fehlt es den Genossenschaften keineswegs an Beliebtheit: Die Zahl der Mitglieder ist in den vergangenen knapp fünf Jahrzehnten von gut sechs auf 18 Millionen Menschen gestiegen.

Experten sehen diesen Trend mit Sorge: „Die regionalen Banken kennen ihren Markt und ihre Kunden genau. Wenn die ihre Regionalverankerung verlieren, wird‘s gefährlich“, sagt Hans-Peter Burghof, Inhaber des Lehrstuhls für Bankwirtschaft an der Universität Hohenheim.