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Geringste Februararbeitslosigkeit seit Jahren
Weniger Arbeitslose in Rheinland-Pfalz

Saarbrücken. Die Zahl der Arbeitslosen ist in Rheinland-Pfalz im Februar leicht gesunken. Allerdings wuchs die Jugendarbeitslosigkeit.

Die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz hat im Februar leicht abgenommen. Offiziell waren 107 534 Frauen und Männer ohne Stelle, das waren 131 oder 0,1 Prozent weniger als im Januar, wie die Agentur für Arbeit gestern in Saarbrücken mitteilte. Der rheinland-pfälzische Arbeitsmarkt sei in einer guten Verfassung, sagte Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz/Saarland. „Wir haben die geringste Februararbeitslosigkeit seit vielen Jahren.“ Niedriger sei die Arbeitslosenzahl zuletzt im Februar 1992 gewesen und die Nachfrage der Betriebe nach Personal sei weiterhin ungebrochen, erläuterte Schulz in Saarbrücken.

Im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres sank die Zahl der Arbeitslosen um 10 270 oder 8,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote betrug wie im Januar 4,9 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 5,4 Prozent gelegen.

Gestiegen ist hingegen die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen. Im Februar waren 10 873 junge Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, das waren 508 oder 4,9 Prozent mehr als im Januar. Ursache für den Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit sei, dass sich einige Jugendliche nach dem Ende ihrer Ausbildung arbeitslos gemeldet hätten, sagte Schulz. Sie gehe aber davon aus, dass ihre Arbeitslosigkeit nur von kurzer Dauer sei.



Im Februar meldeten sich offiziell 10 653 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos. Das waren 5190 oder 32,8 Prozent weniger als noch im Januar. 8545 Arbeitslose fanden im Februar wieder einen Arbeitsplatz, ein Plus von 2329 oder 37,5 Prozent im Vergleich zum Januar. Im Februar gab es in Rheinland-Pfalz 38 594 offene Stellen. Das waren 3660 oder 10,5 Prozent mehr als im Februar 2017. Die meisten Stellen gab es in der Zeitarbeit (13 160), gefolgt vom Verarbeitenden Gewerbe (3810), dem Handel (3760), dem Gesundheits- und Sozialwesen (3540) sowie dem Baugewerbe (2610).

Im Saarland ist die Arbeitslosigkeit im Februar derweil fast unverändert geblieben. Offiziell waren 34 583 Frauen und Männer ohne Stelle, das waren 20 oder 0,1 Prozent mehr als im Januar, wie die Arbeitsagentur mitteilte. Der saarländische Arbeitsmarkt sei in einer guten Verfassung, sagte Direktionschefin Schulz. Weiterhin ungebrochen sei die Nachfrage der Betriebe nach Mitarbeitern. Im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres sank die Zahl der Arbeitslosen an der Saar um 2341 oder 6,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote betrug wie im Januar 6,6 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 7,2 Prozent gelegen.

Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen ist hingegen wie in Rheinland-Pfalz gestiegen. Im Februar waren im Saarland 2867 junge Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, das waren 125 oder 4,6 Prozent mehr als im Januar.

2640 Frauen und Männer meldeten sich demnach im Februar im Saarland offiziell arbeitslos. Das waren 1270 oder 32,5 Prozent weniger als noch im Januar.

Einen Arbeitsplatz fanden im Februar 2395 Menschen, ein Plus von 210 oder 9,6 Prozent im Vergleich zum Januar. Im Februar gab es im Saarland 9127 offene Stellen. Das waren 1882 oder 26 Prozent mehr als im Februar des Vorjahres. Die meisten Stellen gab es in der Zeitarbeit (2520), im Handel (1090), im Gesundheits- und Sozialwesen (1020), im Verarbeitenden Gewerbe (840) und dem Baugewerbe (560).

 Im verarbeitenden Gewerbe gab es im Februar in Rheinland-Pfalz 3810 offene Stellen. Im Saarland waren in diesen Branchen, zu denen als größter Arbeitgeber die Industrie zählt, 840 Stellen unbesetzt.
Im verarbeitenden Gewerbe gab es im Februar in Rheinland-Pfalz 3810 offene Stellen. Im Saarland waren in diesen Branchen, zu denen als größter Arbeitgeber die Industrie zählt, 840 Stellen unbesetzt. FOTO: dpa / Sebastian Kahnert