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Wenig Bewegung am Arbeitsmarkt

Saarbrücken/Mainz. Am rheinland-pfälzischen Arbeitsmarkt gibt es wenig Bewegung. Die Zahl der Arbeitslosen hat sich im Februar kaum verändert. Dennoch können Arbeitslose nach Einschätzung von Experten Hoffnung schöpfen, eine positive Trendumkehr sei möglich.

Die Zahl der Arbeitslosen in Rheinland-Pfalz hat sich im Februar kaum verändert. Insgesamt waren rund 125 500 Frauen und Männer im Land ohne Job, 220 mehr als im Januar und 1174 mehr als im Februar des vergangenen Jahres, wie die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit gestern in Saarbrücken berichtete. Damit sei der Anstieg im Februar, wie auch schon im Januar, aber deutlich geringer als sonst saisonal üblich ausgefallen. Profitieren konnten vor allem junge Menschen. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 5,9 Prozent. Die Leiterin der Regionaldirektion, Heidrun Schulz, wertete den "vermeintlichen Stillstand" als gutes Zeichen. 2013 habe die Arbeitslosigkeit häufig noch über den jeweiligen Werten des Vorjahres gelegen. "Dieser Trend scheint nun gestoppt und ich halte eine Trendumkehr im Laufe dieses Jahres durchaus für realistisch."

Besonders erfreulich war der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit. In der Altersgruppe von 15 bis unter 25 Jahren waren rund 13 400 Männer und Frauen arbeitslos, mehr als 400 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote in dieser Altersgruppe lag mit 5,3 Prozent leicht unter der des Vorjahres. Dieser positive Trend sei schon seit mehreren Monaten zu beobachten, hieß es. Von der neuen Energie des Arbeitsmarktes profitierten auch Langzeitarbeitslose. Ihre Zahl sank seit Januar um rund 400 auf 39 300 Menschen. Allerdings waren noch immer rund 2300 Männer und Frauen länger als ein Jahr arbeitslos gemeldet als im Februar 2013.

Rheinland-pfälzische Unternehmen suchen verstärkt Arbeitskräfte. Im Februar meldeten sie rund 8100 offene Stellen. Das waren rund 6200 oder 30,6 Prozent mehr als im Januar und 600 oder 8,2 Prozent mehr als im Februar 2013. Insgesamt gab es 20 800 Angebote - überwiegend für unbefristete Jobs - 1300 mehr als vor einem Jahr. Gesucht wurden vor allem Mechatroniker, Elektrofachkräfte und Kraftfahrer.