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Weder di Mauro macht Schluss als "Wirtschaftsweise"

Mainz/Zürich. Die "Wirtschaftsweise" Beatrice Weder di Mauro hat ihren Abschied aus dem Sachverständigenrat für die Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung angekündigt. Sie folgt dem früheren Bundesbank-Präsident Axel Weber zur Schweizer Großbank UBS. Dort ist die Mainzer Professorin inzwischen für einen Platz im Verwaltungsrat nominiert

Mainz/Zürich. Die "Wirtschaftsweise" Beatrice Weder di Mauro hat ihren Abschied aus dem Sachverständigenrat für die Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung angekündigt. Sie folgt dem früheren Bundesbank-Präsident Axel Weber zur Schweizer Großbank UBS. Dort ist die Mainzer Professorin inzwischen für einen Platz im Verwaltungsrat nominiert.Um jeden Anschein eines Interessenkonfliktes zu vermeiden, habe sie der Bundesregierung mitgeteilt, für die in wenigen Wochen anstehende neuerliche Berufung in den Sachverständigenrat nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Das berichtete ihr Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre und Internationale Makroökonomie an der Mainzer Universität am Freitag. "Die Tätigkeit als Professorin in Mainz bleibt von den Entscheidungen jetzt unberührt", teilte eine Sprecherin mit.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) bedauerte den Abschied der "Wirtschaftsweisen" Weder di Mauro ebenso wie die Grünen. "Schade, dass eine so kompetente Frau an der Spitze der Wissenschaft zu einer Bank geht", sagte der Finanzexperte der Grünen-Fraktion, Gerhard Schick. Der Chef der "Wirtschaftsweisen", Wolfgang Franz, bezeichnete den Abschied Weder di Mauros als "Schlag ins Kontor". Franz sagte "Handelsblatt Online", sie sei nicht nur fachlich eine exzellente Unterstützung gewesen, sondern habe auch sehr zu einer harmonischen Zusammenarbeit beigetragen. dpa