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Lebensmittelkonzern steigert Umsatz um 2,1 Prozent
Wasgau bleibt in der Erfolgsspur

Pirmasens. Die Geschäfte bei der Pirmasenser Wasgau Produktions & Handels AG sind auch im vergangenen Jahr offenbar prima gelaufen: Das Unternehmen hat seinem Umsatz um 2,1 Prozent auf gut 544 Millionen Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Steuern ging gegenüber dem Vorjahr, wo es eine größere Rückerstattung vom Finanzamt gab, leicht auf 9,1 Millionen Euro zurück. Daraus ergibt sich ein Jahresüberschuss von 6,2 Millionen Euro (Vorjahr: 7,6). Von Franz Pioth

Die Geschäfte bei der Pirmasenser Wasgau Produktions & Handels AG sind auch im vergangenen Jahr offenbar prima gelaufen: Das Unternehmen hat seinem Umsatz um 2,1 Prozent auf gut 544 Millionen Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Steuern ging gegenüber dem Vorjahr, wo es eine größere Rückerstattung vom Finanzamt gab, leicht auf 9,1 Millionen Euro zurück. Daraus ergibt sich ein Jahresüberschuss von 6,2 Millionen Euro (Vorjahr: 7,6).

„Damit sind wir sehr zufrieden“, sagte Vorstandssprecher Niko Johns bei der Bilanzpressekonferen. Der Einzelhandelsbereich mit den 76 Märkten, der Metzgerei und der Bäckerei erwirtschaftete mit 386 Millionen Euro (plus 3,1 Prozent) den Löwenanteil des Umsatzes. Im zweiten Halbjahr seien die Geschäfte nicht ganz so gut gelaufen. Wasgau-Chef Johns führte diese Entwicklung insbesondere auf den verschärften Wettbewerb durch die Discounter zurück. Nach seinen Angaben entwickeln sich diese immer mehr zu Vollsortimentern mit einem breiten Angebot an Obst und Gemüse. Die Wasgau AG habe darauf in ihren Märkten reagiert und biete seit Jahresbeginn auch Obst und Gemüse zu Sonderpreisen an, ohne auf die bewährte Produktqualität zu verzichten.

Sein Vorstandskollege Eugen Heim ergänzte in diesem Zusammenhang, dass das Unternehmen weiter konsequent auf regionale Produkte („das ist unsere Stärke“) und auf Bedienung an Theken setze. Wie er sagte, sei die Frischfischtheke in der umgebauten Musterfiliale in der Bitscher Straße in Pirmasens ein voller Erfolg. Wo möglich, werde dieses Angebot auch auf andere Standorte ausgeweitet. Auch die Cafés in den Märkten seien eine Erfolgsgeschichte und erhöhten die Verweildauer. Laut Heim steigerte die Wasgau-Metzgerei im Jahr ihres 50-jährigen Bestehens den Umsatz um 2,8 Prozent auf 79 Millionen Euro. Die Bäckerei wuchs um zwei Prozent und erzielte einen Umsatz von fast 41 Millionen Euro. In den 76 Verbrauchermärkten stieg der Umsatz um drei Prozent auf 273 Millionen Euro. Der Großhandelsbereich mit den sogenannten Cash- und Carry-Märkten für die Gastronomie erwirtschaftete einen Umsatz von konstant 158 Millionen Euro. Nach Angaben von Johns soll in den Pirmasenser C + C-Markt in der Winzler Straße in diesem Jahr investiert werden.



Der Wasgau-Konzern will mit seinen fast 4900 Mitarbeitern im laufenden Jahr 14,9 Millionen Euro vor allem in neue und den Umbau bestehender Lebensmittelmärkte stecken. Vorstandschef Johns räumte ein, dass es bei der Sanierung von Märkten einen Stau gibt, der in den nächsten Jahren aufgelöst werden soll. Auch neue Standorte „werden sehr gewissenhaft geprüft“. Wasgau werde aber keine Märkte außerhalb von Rheinland-Pfalz und dem Saarland eröffnen, so Johns.

Die Aktionäre treffen sich am 6. Juni in Pirmasens zur Hauptversammlung. Vorgeschlagen wird, eine Dividende von 24 Cent je Anteilsschein auszuschütten. Für das laufende Jahr plant das Unternehmen mit einem Gewinn vor Steuern und Zinsen zwischen rund 6,5 und 7,5 Millionen Euro.