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VW zieht in allen Regionen der Welt davon

Wolfsburg/Hamburg. Goldenes Quartal für VW: Während die europäische Konkurrenz von Fiat, Renault oder Peugeot/Citroën tief in der Krise feststeckt, zieht der Weltkonzern aus Wolfsburg davon. "Volkswagen hat sich in jeder Region der Welt besser geschlagen als der Gesamtmarkt", sagte Vertriebsvorstand Christian Klingler über das erste Quartal

Wolfsburg/Hamburg. Goldenes Quartal für VW: Während die europäische Konkurrenz von Fiat, Renault oder Peugeot/Citroën tief in der Krise feststeckt, zieht der Weltkonzern aus Wolfsburg davon. "Volkswagen hat sich in jeder Region der Welt besser geschlagen als der Gesamtmarkt", sagte Vertriebsvorstand Christian Klingler über das erste Quartal. Vor allem starke Gewinne der Töchter Audi, Porsche und Bentley sowie China und der übernommene Lastwagenbauer MAN trieben den Gewinn in eine noch höhere Umlaufbahn von 3,2 Milliarden Euro.Dagegen lastete im ersten Quartal die Absatzschwäche im Heimatmarkt Europa stärker auf der Hauptmarke Volkswagen, die den Gewinn nur noch leicht steigern konnte, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Zwischenbilanz hervorgeht.

Der Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn gab sich trotzdem zufrieden: "Wir haben ein erstes Quartal nach Maß hingelegt", sagte er in Wolfsburg. Der größte Autobauer Europas sei "auf dem richtigen Weg". Der Anteil am Weltmarkt stieg von 11,9 auf 12,2 Prozent. Die VW-Aktie legte am Donnerstag um mehr als sechs Prozent zu.

Der VW-Umsatz kletterte in den ersten drei Monaten des Jahres um 26 Prozent auf 47,3 Milliarden Euro. Der Gewinn nach Steuern lag sogar 86 Prozent höher bei 3,2 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn, also ohne Buchhaltungseingriffe, stieg allerdings nur um zehn Prozent.



VW hielt an dem Ausblick fest, wonach im Gesamtjahr der Umsatz steigen werde. Beim Betriebsgewinn will VW das Rekordergebnis von 2011 halten.

Drei Goldesel für VW waren Audi, Porsche und China: Audi legte 18 Prozent im Umsatz zu, das Ergebnis stieg sogar um fast 27 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Bei Porsche stieg der Wert der von VW gehaltenen Kaufoptionen um fast 600 Millionen Euro. Und aus dem brummenden China-Geschäft flossen 850 Millionen Euro in die Bilanz. dapd

Foto: murat/dpa