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Volkswagen hat neuen Investitionspläne
VW investiert 34 Milliarden Euro in Elektroautos

 Die Ladebuchse eines Elektro-Motors an der Fertigungsstrecke des VW Golf 7 in Wolfsburg. Volkswagen setzt bei der Zukunftsstrategie voll auf die E-Mobilität.
Die Ladebuchse eines Elektro-Motors an der Fertigungsstrecke des VW Golf 7 in Wolfsburg. Volkswagen setzt bei der Zukunftsstrategie voll auf die E-Mobilität. FOTO: dpa / Julian Stratenschulte
Wolfsburg. Bei VW gilt künftig die Devise: Das Auto wird elektrisch. Mit hohen Investitionen treibt der Automobilkonzern das Thema voran. dpa

Volkswagen setzt seinen Fokus noch stärker als bisher auf E-Autos: Mehr als 34 Millionen Euro sollen zwischen 2018 und 2022 in die Entwicklung von E-Autos, autonomes Fahren, neue Mobilitätsdienste und Digitalisierung fließen, sagte Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch gestern nach Beratungen der VW-Kontrolleure.

Die Investitionspläne kämen „einem Kraftakt gleich“, sagte Konzernchef Matthias Müller. Gleichzeitig betonte er: „Das Auto wird gerade neu erfunden.“ Ab 2019 solle in Zwickau die ID-Modellfamilie vom Band rollen, dazu kämen E-Autos von Audi und Seat. Die Konzernmarke Skoda werde zwei E-Varianten in Tschechien bauen. „Die Zukunft der E-Mobilität wird ganz wesentlich in Deutschland gemacht. Volkswagen steht zum Standort.“

Müller hatte zuvor noch angekündigt, dass VW die Investitionen in die Elektromobilität bis 2030 auf 20 Milliarden Euro hochfährt. Bis 2025 bringen die Konzernmarken insgesamt über 80 neue Modelle mit E-Motor auf den Markt, darunter rund 50 reine E-Autos und 30 Plug-in-Hybride. Bis 2030 solle die gesamte Modellpalette elektrifiziert werden. Darüber hinaus sollen in China in den nächsten sieben Jahren mit Partnern zehn Milliarden Euro in die E-Mobilität gesteckt werden.



Nach Angaben von Betriebsratschef Bernd Osterloh sollen im Gegenzug für die E-Auto-Produktion in Zwickau die bisherige Passat-Produktion ab 2018 nach Emden und die Golf-Familie mit der neuen Fahrzeuggeneration – dem Golf 8 – komplett nach Wolfsburg verlagert werden. In die geplante Batteriezellforschung in Salzgitter sollen 200 Millionen Euro fließen. Über eine Milliarde Euro fließe ins sächsische Zwickau. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, der auch im Aufsichtsrat des Autobauers sitzt, ergänzte, die Entwicklung der E-Autos bleibe in Wolfsburg.

Mit den Investitionsplänen würden die Voraussetzungen geschaffen, Volkswagen bis 2025 zur „weltweiten Nummer Eins in der Elektromobilität zu machen“, sagte Müller. Die Abgas-Affäre und die Krise des Dieselmotors generell machen Investitionen für VW allerdings zu einem Kraftakt. Allein die Beilegung des Skandals in den USA kostete die Wolfsburger über 25 Milliarden Euro. Daher warnte Autoexperte Stefan Bratzel: „Für E-Mobilität Geld einzusetzen, ist eine Wette auf die Zukunft.“ Denn Elektromobilität oder autonomes Fahren sind teuer in der Entwicklung, zugleich müssen die klassischen Verbrennungsantriebe verbessert werden. Volkswagen peilt an, dass bis 2025 jedes vierte Fahrzeug des Konzerns batterieelektrisch angetrieben sein soll. Das könnten je nach Marktentwicklung bis zu drei Millionen E-Autos von insgesamt rund zwölf Millionen jährlich sein.