| 23:41 Uhr

Abgas-Affäre
VW einigt sich auf Millionen-Vergleich in Kanada

Toronto/Montreal. Der deutsche Autobauer Volkswagen akzeptiert im Abgas-Skandal weitere Millionen-Entschädigungen an Kunden in Kanada. Der Vergleich habe einen Wert von bis zu 290,5 Millionen kanadischen Dollar (191 Millionen Euro), teilten der Autokonzern und die Anwälte der Kläger mit. Es handelt sich um eine vorläufige Grundsatz­einigung, die von den zuständigen Gerichten noch genehmigt werden muss. Zusätzlich soll VW eine Zivilstrafe in Höhe von 2,5 Millionen kanadischen Dollar (1,6 Millionen Euro) zahlen.

Der deutsche Autobauer Volkswagen akzeptiert im Abgas-Skandal weitere Millionen-Entschädigungen an Kunden in Kanada. Der Vergleich habe einen Wert von bis zu 290,5 Millionen kanadischen Dollar (191 Millionen Euro), teilten der Autokonzern und die Anwälte der Kläger mit. Es handelt sich um eine vorläufige Grundsatz­einigung, die von den zuständigen Gerichten noch genehmigt werden muss. Zusätzlich soll VW eine Zivilstrafe in Höhe von 2,5 Millionen kanadischen Dollar (1,6 Millionen Euro) zahlen.

Der Konzern verpflichtet sich zu Entschädigungszahlungen, Reparaturen sowie teilweise auch Rückkauf- und Rücknahmeangebote für Besitzer und Leasing-Nehmer von rund 20 000 Dieselwagen mit 3,0-Liter-Motoren. Die Fahrzeuge wurden beim Bau mit illegaler Abgastechnik ausgerüstet. Konkret betroffen sind nach den Angaben von VW die Modelle VW Touareg, Porsche Cayenne sowie verschiedene Luxuswagen von Audi Q7 der Modelljahre 2009 bis 2016. Bei einer ganzen Reihe neuerer Audi-Fahrzeuge soll jedoch ein Rückruf zur Umrüstung in einen legalen Zustand ausreichen.

Bei rund 105 000 kleineren Dieselwagen hatte der Konzern in Kanada bereits vor etwa einem Jahr einen ähnlichen Vergleich über 2,1 Milliarden kanadische Dollar (1,4 Milliarden Euro) erzielt. Der Konzern hat wegen der Abgas-Affäre bereits mehr als 25 Milliarden Euro an Kosten alleine für Vergleiche in Nordamerika verbucht.