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Entscheidung erwartet
EU-Gericht soll Urteil zum Verkauf des Nürburgrings verkünden

Nürburg/Luxemburg. Das EU-Gericht in Luxemburg wird nach Angaben des Vereins „Ja zum Nürburgring“ am 19. Juni sein Urteil zum Verkauf der legendären Rennstrecke vor fünf Jahren verkünden.

„Ja zum Nürburgring“ und das US-Unternehmen Nexovation hatten geklagt.

Im Kern geht es in dem Rechtsstreit um die Frage, ob die einst staatliche Rennstrecke in der Eifel zu billig und mit illegalen Beihilfen verkauft worden ist. „Ja zum Nürburgring“ und „Nexovation“ klagen gegen die Europäische Kommission. Diese hatte 2014 den Verkauf des bis dahin mit fast einer halben Milliarde Euro vom Land Rheinland-Pfalz subventionierten Nürburgrings an den Autozulieferer Capricorn für 77 Millionen Euro akzeptiert.

„Ja zum Nürburgring“ kritisiert jedoch, dass das Verkaufsverfahren intransparent, diskriminierend und unrechtmäßig gewesen sei. Der Verein unterlag als Kaufinteressent genauso wie Nexovation. Im Januar und April 2018 kam es jeweils zu mündlichen Verhandlungen vor dem Gericht der Europäischen Union. Capricorn-Chef Robertino Wild ist am Nürburgring längst nicht mehr beteiligt, seine Mehrheitsanteile hat eine Holding um den russischen Unternehmer Viktor Charitonin erworben.



Weidenbrück betonte, sein Verein wolle den Ring nach wie vor kaufen. Die mit Steuergeld geförderte Rennstrecke sollte noch mehr der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, anstatt sich in den Händen eines gewinnorientierten Investors zu befinden.