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Verbraucherschützer fordern Ampelkennzeichnung

Berlin. Vor einer Abstimmung von Europaparlamentariern über eine europaweit gültige Ampelkennzeichnung für Lebensmittel haben Verbraucherschützer eine verbraucherfreundliche Regelung gefordert

Berlin. Vor einer Abstimmung von Europaparlamentariern über eine europaweit gültige Ampelkennzeichnung für Lebensmittel haben Verbraucherschützer eine verbraucherfreundliche Regelung gefordert. "Die Volksvertreter dürfen dem Druck aus der Wirtschaft nicht nachgeben, die Ampelkennzeichnung zu blockieren", erklärte der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Gerd Billen, am Freitag in Berlin. Der zuständige Ausschuss im Europaparlament stimmt am Dienstag über eine geplante EU-weite Regelung ab. Eine Ampelkennzeichnung gewährleistet nach Ansicht des vzbv, dass Verbraucher beim Lebensmitteleinkauf Dickmacher auf einen Blick erkennen können. Dabei werden sehr hohe Anteile etwa an Salz, Zucker oder Fett mit rot markiert, was den Verbraucher vor möglichen Schäden für die Gesundheit warnen soll. Die Farbe Gelb signalisiert, dass der Anteil an diesen Substanzen relativ hoch ist, Grün bedeutet, dass es keinerlei gesundheitliche Bedenken gibt. Billen sprach sich gegen die Forderung der Hersteller aus, auf Lebensmitteln den enthaltenen Prozentsatz des empfohlenen Tagesbedarfs etwa von Zucker anzugeben. Diese Kennzeichnung sei "für die Verbraucher nur mit Taschenrechner zu verstehen". Nach der Abstimmung im Ausschuss kommende Woche muss das in dieser Frage gespaltene Europaparlament voraussichtlich im Mai über die Vorschläge zur Nährwertkennzeichnung abstimmen. Das Parlament entscheidet gemeinsam mit dem Ministerrat, in dem die 27 EU-Regierungen vertreten sind. Auch bei ihnen gehen die Meinungen auseinander. afp