| 21:30 Uhr

Handelsstreit
USA und China erzielen in Konflikt Teil-Einigung

Washington/Peking. (dpa) Die USA und China haben sich auf Details eines Teil-Handelsabkommens verständigt und damit die nächste Runde an geplanten Strafzöllen vorerst abgewendet. Das verkündete US-Präsident Donald Trump am Freitag – rund zwei Monate, nachdem er erstmals von einer grundsätzlichen Einigung auf Teilabkommen mit Peking gesprochen hatte.

Teil der Vereinbarung ist nun die Aussetzung einer neuen Runde von US-Strafzöllen auf chinesische Waren, die am Wochenende hätten in Kraft treten sollen. Auch die chinesische Regierung gab die Einigung am Freitag in Peking bekannt.

Am Sonntag hätten die USA nach ursprünglichen Plänen zusätzliche Strafabgaben von 15 Prozent auf in China produzierte Konsumgüter wie Laptops und Smartphones im Wert von rund 150 Milliarden US-Dollar verhängt. Damit wären – nach diversen vorherigen Zollrunden – auf fast alle Importe aus China, also Waren im Wert von rund 500 Milliarden US-Dollar (449,5 Mrd Euro) pro Jahr, zusätzliche Zölle erhoben werden.

Trump schrieb auf Twitter, man verzichte auf die Verhängung der für den 15. Dezember geplanten Strafzölle, weil eine Vereinbarung zustande gekommen sei. Er sprach von einem „sehr großen Phase-Eins-Abkommen“. Die Chinesen hätten „vielen strukturellen Veränderungen“ und „massiven“ Ankäufen von Agrarprodukten, Energie- und Industriegütern zugestimmt. China habe etwa zugesagt, Agrarprodukte aus den USA im Wert von 50 Milliarden US-Dollar zu kaufen. Konkreter wurde Trump jedoch nicht.



(dpa)