| 22:42 Uhr

Diesel-Skandal
Umwelthilfe geht gegen Porsche vor

 Viele Cayenne Diesel müssen nachgebessert werden.
Viele Cayenne Diesel müssen nachgebessert werden. FOTO: dpa / Daniel Maurer
Stuttgart. () Nach dem Erfolg in Sachen Fahrverbote legt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) nun nach: Wegen unzulässiger Abgassysteme bei Dieselautos hat die DUH beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ein Bußgeld von 110 Millionen Euro gegen Porsche beantragt. DUH-Chef Jürgen Resch teilte gestern mit, die DUH wolle damit einen „Präzedenzfall“ schaffen. Ein Porsche-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern. Auch das Bundesverkehrsministerium und das KBA waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

() Nach dem Erfolg in Sachen Fahrverbote legt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) nun nach: Wegen unzulässiger Abgassysteme bei Dieselautos hat die DUH beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ein Bußgeld von 110 Millionen Euro gegen Porsche beantragt. DUH-Chef Jürgen Resch teilte gestern mit, die DUH wolle damit einen „Präzedenzfall“ schaffen. Ein Porsche-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern. Auch das Bundesverkehrsministerium und das KBA waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Ende Juli hatte Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) für europaweit 22 000 Diesel-Fahrzeuge des Typs Porsche Cayenne mit 3,0-Liter-TDI-Motor einen Pflicht-Rückruf angeordnet. In den Autos sei eine illegale Abgas-Software eingesetzt. Es dürfen vorerst auch keine neuen Wagen des Typs auf die Straße. Porsche betonte, den Einsatz einer Abschalteinrichtung beim Cayenne dem KBA selbst gemeldet zu haben. Mit der Behörde sei eine Korrektur durch ein Software-Update vereinbart worden. Die DUH ist im Diesel-Skandal bekannt für zahlreiche Klagen gegen Autobauer wegen überhöhter Abgaswerte sowie Fahrverboten in Städten.

(dpa)