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Umweltschutz
Supermärkte und Discounter verbannen Plastik

Köln/Stuttgart. Am Kampf gegen Plastikmüll-Berge beteiligen sich zunehmend auch Supermärkte und nehmen Wegwerf-Produkte aus Kunststoff aus den Regalen. Der Einzelhandelskonzern Rewe mit den Märkten Rewe, Penny und Toom will auf den Verkauf von Einweg-Trinkhalmen aus Plastik verzichten.

Der Discounter Lidl aus Neckarsulm gab bekannt, bis Ende 2019 Einweg-Plastikartikel wie Besteck und Trinkhalme aus dem Sortiment zu nehmen. Auch Edeka entwickelt Mehrwegartikel als Alternative zu Wegwerf-Produkten.

Vor allem Plastikteller, Plastikbesteck und das Wegwerfprodukt Trinkhalm stehen im Fokus der Händler. Nach Angaben der Organisation „Seas at Risk“ gelangen aus der EU jährlich rund 100 000 Tonnen Plastik ins Meer. In der EU werden jährlich 36,4 Milliarden Trinkhalme konsumiert, dazu 16 Milliarden Kaffeebecher, 46 Milliarden Einwegflaschen und weiteres Plastik aus Verpackungen und Zigarettenfiltern.

Die EU-Kommission will den Einweg-Müll im Meer bis 2020 um 30 Prozent reduzieren; das EU-Parlament strebt ein Minus von 50 Prozent bis 2030 an. Über eine Plastik-Steuer wird diskutiert. Gratis-Plastiktüten sind aus dem deutschen Einzelhandel weitgehend verschwunden. 



(dpa)