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Mitarbeiter müssen nicht um Arbeitsplätze zittern
Stadtwerke Pirmasens und Kaiserslautern wollen kooperieren

Die Stadtwerke Pirmasens und Kaiserslautern wollen bei einer Kooperation neue Geschäftsfelder erschließen. Eine Möglichkeit wäre dabei die Windkraft.
Die Stadtwerke Pirmasens und Kaiserslautern wollen bei einer Kooperation neue Geschäftsfelder erschließen. Eine Möglichkeit wäre dabei die Windkraft. FOTO: Patrick Pleul / dpa
Pirmasens/Kaiserslautern. Die Stadtwerke Pirmasens und Kaiserslautern stehen vor einer Zusammenarbeit. „Der Wille und das Vertrauen sind da“, sagte dazu Oberbürgermeister und Aufsichtsratschef Bernhard Matheis (CDU) bei einer Pressekonferenz mit seinem Kaiserslauterer Kollegen Klaus Weichel (SPD). Nach ihren Angaben prüfen eine Beratungsfirma und gemeinsame Arbeitsgruppen, wo eine Zusammenarbeit sinnvoll ist. Spätestens bis Ende Juli sollen den Aufsichtsgremien die Ergebnisse vorgelegt werden. Ende Januar hatten die beiden Oberbürgermeister bereits eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet.

Die Stadtwerke Pirmasens und Kaiserslautern stehen vor einer Zusammenarbeit. „Der Wille und das Vertrauen sind da“, sagte dazu Oberbürgermeister und Aufsichtsratschef Bernhard Matheis (CDU) bei einer Pressekonferenz mit seinem Kaiserslauterer Kollegen Klaus Weichel (SPD). Nach ihren Angaben prüfen eine Beratungsfirma und gemeinsame Arbeitsgruppen, wo eine Zusammenarbeit sinnvoll ist. Spätestens bis Ende Juli sollen den Aufsichtsgremien die Ergebnisse vorgelegt werden. Ende Januar hatten die beiden Oberbürgermeister bereits eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet.

Sie begründeten die beabsichtigte Allianz mit den zu erwartenden starken Veränderungen auf dem Energiemarkt und dem zunehmenden Wettbewerbsdruck mit sinkenden Gewinnen und steigenden Wechselquoten. „Heute kann Strom schon bei Discountern gekauft werden“, sagte Klaus Weichel, der wie Matheis betonte, dass die beiden Stadtwerke sehr gut aufgestellt seien. Doch zu zweit oder eventuell zu dritt habe eine Organisation mehr Schlagkraft.

Bernhard Matheis machte mit einem Beispiel eine mögliche Zusammenarbeit deutlich: Aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen kämen auf die Stadtwerke sehr umfangreiche, komplexe und damit auch kostenintensive Dokumentationspflichten beim Verbrauch zu. Im Verbund, eventuell mit einer gemeinsamen EDV-Anlage, ließen sich die Kosten erheblich reduzieren. Kleine Stadtwerke könnten die Herausforderungen in Zukunft kaum noch meistern. Als weitere Felder nannten die beiden Aufsichtsratschefs gemeinsame Abrechnungen und die Wartung der Leitungsnetze etwa von einer gemeinsamen Gesellschaft.



Weichel und Matheis waren sich auch darin einig, dass in Zukunft wegen zurückgehender Verbrauche weniger Strom und Gas verkauft werden kann. Deshalb soll auch geprüft werden, ob beide Werke sich gemeinsam neue Geschäftsfelder erschließen. Auf einen möglich Einstieg der Kaiserslauterer im Energiepark Winzeln angesprochen, antwortete Matheis, das könne im derzeitigen Prüfungsstadium noch nicht beantwortet werden. Möglich sei das aber schon.

Beide hoben die Kundennähe, den Service und das hohe Vertrauen in die Stadtwerke im Vergleich zu Energieriesen hervor. „Da kann ich auch noch hingehen und mich beraten lassen“, sagte Matheis. Mit den aus Strom und Gas erwirtschafteten Überschüssen würden außerdem Defizite bei den Stadtbussen und im Pirmasenser Hallenbad Plub ausgeglichen. In Zukunft fielen auch sehr sensible Kundendaten an. Die seien bei den Stadtwerken in guten Händen.

Beide Verwaltungschefs versicherten , dass eine mögliche Allianz nicht zu Lasten der Beschäftigten gehen wird. Betriebsbedingte Kündigungen werde es nicht geben. Die Stadtwerke Kaiserslautern sind gut doppelt so groß wie die Pirmasenser. Trotzdem sollen neue Gesellschaften gleichgestellt besetzt werden.

„Wir haben jetzt einen Stein ins Wasser geworfen“, sagte Matheis zu dem Vorhaben. Beide Seiten seien bereit, weitere Stadtwerke mit ins Boot zu holen.