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Dank guter Konjunktur
Arbeitsmarkt bleibt in Top-Verfassung

mainz/Saarbrücken/Nürnberg. In Rheinland-Pfalz und in Deutschland gibt es so wenige Arbeitslose wie seit Jahrzehnten nicht. Damit steigt auch die Zahl der Beschäftigten. dpa red

(dpa) Die Zahl der Arbeitslosen in Rheinland-Pfalz ist im September wegen der guten Wirtschaftslage erneut gefallen – auf den niedrigsten Wert in diesem Monat seit 1992. Arbeitslos gemeldet waren in diesem September 94 400 Menschen, wie die Regionaldirektion der Bundesarbeitsagentur in Saarbrücken am Freitag mitteilte. Das waren 4,7 Prozent weniger als im August und 6,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote in Rheinland-Pfalz fiel damit auf 4,2 Prozent. Vor vier Wochen lag sie noch bei 4,4 Prozent, im September 2017 hatten sie 4,6 Prozent betragen.

Als Grund für die weiter gesunkene Arbeitslosigkeit nannte die Agentur die robuste Konjunktur. Es gebe nach wie vor viele offene Stellen bei Unternehmen. Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit würden Langzeitarbeitlose, junge und ältere Menschen, Ausländer und auch Schwerbehinderte profitieren. „Die Zahl der Arbeitslosen ist so gering wie seit Jahren nicht mehr“, sagte Walter Hüthen, Chef Interner Service der Regionaldirektion. „Das ist ein erfreuliches Ergebnis.“ Auch die Zahl derer, die sich nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet haben, ist gesunken. Sie lag bei 9000, das waren 8,1 Prozent weniger als noch vor vier Wochen.

Gemeldet waren bei der Regionaldirektion im September 42 200 offene Stellen – ein Zuwachs um 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die meisten dieser Stellen waren in der Zeitarbeit (14 150), im Handel (4330), im Verarbeitenden Gewerbe (3910), im Gesundheits- und Sozialwesen (3450) und im Bereich freiberuflicher, wissenschaftlicher und technischer Dienstleistungen (3180).



Im Saarland waren im September 31 200 Menschen arbeitslos gemeldet, so wenige wie seit 37 Jahren nicht mehr in einem September. Es waren 3,3 Prozent weniger als im August und 7,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,9 Prozent.

Bundesweit ist die Zahl der Arbeitslosen auf 2,256 Millionen Menschen zurückgegangen. Das ist der niedrigste Wert seit 1991. Im Vergleich zum Vormonat nahm die Zahl der Jobsucher um 94 000 ab, im Vorjahresmonat hatte sie noch um 192 000 höher gelegen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent. Die Zahl der Erwerbstätigen lag August bei 45,01 Millionen – das ist ein Plus von 31 000 gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 565 000 Erwerbstätige mehr. Der Anstieg beruhe allein auf mehr sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Deren Anzahl hat nach Hochrechnungen der Bundesagentur von Juni auf Juli saisonbereinigt um 77 000 zugenommen. Damit hatten 32,83 Millionen Menschen in Deutschland einen regulären Job – 704 000 mehr als ein Jahr zuvor.