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Seehofer fordert Malus-Regelung für Managergehälter

Berlin. Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Horst Seehofer (Foto: dpa) hat sich dafür ausgesprochen, Manager in Deutschland mit Gehaltsabzügen zu bestrafen, wenn sie ihre Unternehmen schlecht führen. "Wo Boni sind, müssen auch Mali sein", sagte Seehofer der "Berliner Zeitung" (Samstagausgabe)

Berlin. Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Horst Seehofer (Foto: dpa) hat sich dafür ausgesprochen, Manager in Deutschland mit Gehaltsabzügen zu bestrafen, wenn sie ihre Unternehmen schlecht führen. "Wo Boni sind, müssen auch Mali sein", sagte Seehofer der "Berliner Zeitung" (Samstagausgabe). "Das ist weder Neid noch Klassenkampf, sondern schlichtweg Verantwortung. Dazu gehört auch die Haftung für negative Folgen des eigenen Tuns." Erfolge müssten dauerhaft angelegt sein. Wo Vernunft nicht von sich aus walte, müsse die Politik eingreifen. Seehofer stützte damit einen Vorschlag des französischen Präsidenten Nicholas Sarkozy. CDU-Vertreter hatten sich gegenüber der Malus-Regelung skeptisch gezeigt. "Kann sein, dass ich damit in der Union eine solitäre Stellung habe. Aber ich werde dafür kämpfen", sagte Seehofer. ddp