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Krise beim Zulieferer
Schaeffler meldet Einbruch bei Umsatz und Gewinn

Herzogenaurach/Homburg. Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler hat im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres unter der mauen Autokonjunktur gelitten. Der Überschuss brach um die Hälfte auf 136 Millionen Euro ein, wie der Konzern mitteilt. dpa/mzt

Bereits Ende Juli hatte Schaeffler seine Gewinn- und Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt und sich pessimistischer gezeigt. Die neuen Prognosen wurden nun bestätigt. Die Franken verzeichneten im abgelaufenen zweiten Quartal nach endgültigen Zahlen einen Umsatzrückgang von einem Prozent auf 3,6 Milliarden Euro.

Der Standort Homburg mit seinen laut Gewerkschaft IG Metall rund 2700 Beschäftigten spüre die Folgen der schlechteren Geschäftszahlen nicht unmittelbar, sagt Peter Vollmer, zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Homburg-Saarpfalz. Trotzdem lassen ihn solche Meldungen nicht kalt. Schließlich steige die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Sparprogrammen beim Personal komme, sollte die Nachfrage nach Schaeffler-Produkten aus Homburg dauerhaft zurückgehen, sagt Vollmer. Das Unternehmen stellt im Saarland unter anderem Kugel, Rollen- und Wälzlager für die Autoindustrie her.