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Kabinenpersonal soll italienische Arbeitsverträge bekommen
Ryanair einigt sich mit Flugbegleitern in Italien

Rom. Der irische Billigflieger Ryanair hat sich in Italien mit drei Flugbegleiter-Gewerkschaften auf einen Tarifvertrag geeinigt. Demnach soll das in Italien stationierte Kabinenpersonal Arbeitsverträge nach italienischem Recht bekommen, wie Ryanair am Freitag mitteilte.

Zudem sollen die Gehälter der Beschäftigten erhöht werden.

Erst am Donnerstag hatten die Flugbegleiter aus Italien zusammen mit Kollegen aus vier weiteren europäischen Ländern zu einem Streik am 28. September aufgerufen. Ein Hauptkritikpunkt der Gewerkschaften ist, dass Ryanair-Angestellte ungünstigere Arbeitsverträge nach irischem Recht haben.

Ryanair-Manager und Vertreter der drei italienischen Gewerkschaften FIT CISL, Anpac und Anpav trafen sich den Angaben zufolge am Donnerstag in Rom. Sie vereinbarten laut Ryanair einen Tarifvertrag, der von Oktober dieses Jahres bis Ende Dezember 2021 laufen soll. Bei Streitigkeiten seien italienische Gerichte zuständig, hieß es.



Der Tarifvertrag sieht nach Angaben des Unternehmens vor, dass alle Flugbegleiter in Italien „in einer vereinbarten Zeitspanne“ in italienische Arbeitsverträge wechseln können. Vereinbart worden sei auch eine neue „Gehaltsstruktur“ und das Ziel eines Rentenplans.

Ryanair betonte, die Einigung folge auf ähnliche Vereinbarungen mit Gewerkschaften in Irland und in Großbritannien. Unterschrieben werden solle der Tarifvertrag in Italien bis Ende September. Die Vereinbarung sei ein weiteres Zeichen dafür, dass Ryanair wichtige Fortschritte dabei mache, sich mit seinen Beschäftigten und deren Gewerkschaften zu einigen.

Sie „widerlegt zudem falsche Behauptungen kleinerer Gewerkschaften, die nicht an den Verhandlungen teilnehmen und die mit Streiks drohen, die entweder nicht stattfinden oder nicht erfolgreich sein werden“, betont die Geschäftsleitung des irischen Billigfliegers.