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Braunkohleverstromer will Ökostromriese werden
RWE setzt auf grünen Strom – Vor allem im Ausland

Essen. Mit steigenden Gewinnen im Rücken will der Braunkohleverstromer RWE seinen geplanten Umbau zum Ökostromriesen vorantreiben. Für große Investitionsprojekte in die erneuerbaren Energien in Deutschland sieht Konzernchef Rolf Martin Schmitz wegen fehlender Rahmenbedingungen derzeit allerdings wenig Chancen: Wenn man in Deutschland nicht bauen könne, „dann wird da eben auch nicht gebaut“, sagte er am Mittwoch. Claus Haffert dpa

Schmitz beklagte viel zu lange Planungs- und Bauzeiten für Windenergieanlagen in Deutschland. In den USA sei dies deutlich einfacher. Dort sind große Windparks im Bau, die RWE betreiben will. Die erneuerbaren Energien, seien ein globales Geschäft, in dem Geld dorthin fließe, wo sich die beste Profitabilität biete, betonte der RWE-Chef.

An der Börse kommt der neue Kurs von RWE gut an. Mit einem Anstieg von mehr als 30 Prozent seit Jahresbeginn gehört die RWE-Aktie zu den erfolgreichsten Dax-Werten.