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Rheinland-pfälzische Firmen beschäftigen zu wenig Behinderte

Mainz. Die Unternehmen in Rheinland-Pfalz beschäftigen weiter zu wenig behinderte Mitarbeiter. Privatbetriebe mit mehr als 20 Arbeitsplätzen hätten auch im Jahr 2011 mit 3,8 Prozent die gesetzliche Quote von fünf Prozent schwerbehinderter Menschen nicht erfüllt, teilte der Landesbehindertenbeauftragte Matthias Rösch gestern in Mainz mit. dpa

Im Jahr 2004 lag der Anteil allerdings noch bei 3,4 Prozent. Das geht aus dem fünften Bericht der rheinland-pfälzischen Landesregierung zur Lage behinderter Menschen hervor.

Rösch sagte, es seien weiter spezielle Angebote wie Integrationsfachdienste notwendig. Die öffentlichen Arbeitgeber erfüllten die Quote mit 5,1 Prozent.

Private und öffentliche Arbeitgeber mit mehr als 20 Arbeitsplätzen im Monat sind verpflichtet, mehr als fünf Prozent schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Andernfalls ist eine Abgabe fällig - pro Arbeitsplatz zwischen 115 und 290 Euro.

Rund 410 000 Menschen mit Behinderungen leben im Land, das sind etwa zehn Prozent der Bevölkerung.