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Restaurants, Hotels und Tourismus
Rechtsschutz-Anträge in Gastronomie steigen kräftig

Saarbrücken. Die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) muss im Saarland immer mehr Mitgliedern aus den Bereichen Gastronomie und Tourismus Rechtsschutz gewähren. Fast 48 Prozent aller Mitglieder aus diesen beiden Sparten hätten im vergangenen Jahr Rechtsschutz beantragt. Ein Jahr zuvor seien es erst 22,1 Prozent gewesen, sagt Mark Baumeister, Geschäftsführer der NGG-Region Saar. „Dieser Trend ist absolut besorgniserregend“, meint er. Häufig würden tarifliche Ansprüche umgangen oder Überstunden nicht abgegolten. Oft werde auch gegen die Regelungen des Arbeitszeitgesetzes verstoßen.

Dass die Beschäftigten mit ihren Arbeitgebern unzufrieden seien, zeige sich auch darin, dass „sich die NGG-Mitgliedszahlen in den gastgewerblichen Berufen und im Tourismus innerhalb von fünf Jahren verdoppelt haben“, so Baumeister. In Regionalforen will die NGG daher mit Arbeitgebern aus diesen Bereichen das Gespräch suchen, um zu erfahren, wo der Schuh drückt und wie Missstände beseitigt werden können. Auftakt soll am 11. Juni in Saarbrücken sein, so NGG-Gewerkschaftssekretärin Jessica Reckler.