| 23:20 Uhr

Fixkosten um 17 Prozent gesunken
PSA-Konzern sieht erste Erfolge bei Opel-Sanierung

Rueil-Malmaison/Rüsselsheim. Der kriselnde Autobauer Opel macht weiter Verluste, kommt aber unter seinem neuen Eigentümer PSA bei der Sanierung voran. „Wir haben bereits erste Ergebnisse erzielt“, bilanzierte PSA-Konzernchef Carlos Tavares gestern in Rueil-Malmaison bei Paris. Die Fixkosten seien um 17 Prozent gesunken. Der als „Kostenkiller“ geltende PSA-Chef machte deutlich, es könne noch „unpopuläre Entscheidungen“ geben, die aber letztlich im Interesse der Opel-Beschäftigen seien. Ins Detail ging er dabei nicht.

Der kriselnde Autobauer Opel macht weiter Verluste, kommt aber unter seinem neuen Eigentümer PSA bei der Sanierung voran. „Wir haben bereits erste Ergebnisse erzielt“, bilanzierte PSA-Konzernchef Carlos Tavares gestern in Rueil-Malmaison bei Paris. Die Fixkosten seien um 17 Prozent gesunken. Der als „Kostenkiller“ geltende PSA-Chef machte deutlich, es könne noch „unpopuläre Entscheidungen“ geben, die aber letztlich im Interesse der Opel-Beschäftigen seien. Ins Detail ging er dabei nicht.

PSA mit den Stamm-Marken Peugeot, Citroën und DS hatte Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall im Sommer 2017 für 1,3 Milliarden Euro von US-Konzern General Motors übernommen. Opel-Chef Michael Lohscheller bewertete den seit August aufgelaufenen operativen Verlust seines Unternehmens von 179 Millionen Euro vor Sondereinflüssen als „weiteres Signal, dass es so nicht weitergehen kann“. Alle Werke müssten wettbewerbsfähig werden, forderte der Opel-Chef.

Der PSA-Konzern hält unterdessen an seinem Gewinnziel für Opel fest. Im übernächsten Jahr solle das Ergebnis im laufenden Geschäft bei zwei Prozent des Umsatzes liegen, sagte Finanzvorstand Jean-Baptiste de Chatillon. Der PSA-Konzern verdiente 2017 insgesamt operativ knapp vier Milliarden Euro und damit fast ein Viertel mehr als im Vorjahr. Mit dem Kauf konnte PSA seinen Umsatz um ein Fünftel auf 65,2 Milliarden Euro steigern.



Gemessen am Umsatz habe PSA mit rund zehn Prozent die geringsten Lohnkosten der Industrie und sei damit weltweiter Maßstab, sagte Tavares. Um auch bei Opel auf dieses Niveau zu kommen, hat der Konzern für etliche Opel-Werke in Großbritannien, Spanien, Polen, Österreich und Ungarn Vereinbarungen mit Gewerkschaften über Lohnkürzungen und Job-Einschnitte getroffen. „Der Druck auf die deutschen Werke steigt“, sagt der Essener Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer.