| 22:13 Uhr

Deutscher Automobilbauer soll abspecken
PSA-Chef Tavares fordert Umbau und Sparmaßnahmen bei Opel

Rüsselsheim/Paris. (dpa) Der Chef des französischen Autobauers PSA, Carlos Tavares, fordert von Opel Sparmaßnahmen. Viele Strukturen bei der im Sommer übernommenen Konzerntochter seien nicht schlank genug, sagte Tavares der Zeitung „Die Welt“. „Mein Eindruck ist, viele Probleme rühren daher, dass Dinge bei Opel überdimensioniert sind, dass sie zu viel Energie verbrauchen, dass Abläufe nicht effizient genug sind“, sagte er. „Wir müssen immer, überall und in allen Funktionen, viel effizienter werden.“

(dpa) Der Chef des französischen Autobauers PSA, Carlos Tavares, fordert von Opel Sparmaßnahmen. Viele Strukturen bei der im Sommer übernommenen Konzerntochter seien nicht schlank genug, sagte Tavares der Zeitung „Die Welt“. „Mein Eindruck ist, viele Probleme rühren daher, dass Dinge bei Opel überdimensioniert sind, dass sie zu viel Energie verbrauchen, dass Abläufe nicht effizient genug sind“, sagte er. „Wir müssen immer, überall und in allen Funktionen, viel effizienter werden.“

Zugleich sagte Tavares, PSA werde Opel „helfen, wo man könne“. Der Konzern habe die Gelder, um einen Neuanfang bei der defizitären Tochter zu ermöglichen. „Wir werden uns jeweils anschauen, welche Projekte in Rüsselsheim geplant sind, und wenn uns das überzeugt, dass man damit Geld verdienen kann, stellen wir die Mittel dafür bereit“, sagte Tavares. Es sei vereinbart, den Technologietransfer von PSA zu Opel zu verbessern, um gemeinsam Elektroautos und Plug-in-Hybride zu bauen. „Die Ergebnisse werden wir im November präsentieren“, kündigte der PSA-Chef an.

Sparen allein sei indes kein Patentrezept für die Sanierung. „Aber man muss schon Schlüsse daraus ziehen, wenn man feststellt, dass die Produktionskosten bei Opel mindestens 50 Prozent über denen in unseren französischen Werken liegen“, sagte Tavares.



PSA hatte Opel am 1. August übernommen. Ein erster Sanierungsplan soll nach 100 Tagen im November vorgestellt werden.

(dpa)