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Private Dienstleister bieten schnellen Ausbau von DSL-Netzen an

Hamburg. Die im Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) zusammengeschlossenen Unternehmen haben der Bundesregierung ein eigenes Angebot zum Ausbau des DSL-Netzes gemacht. Die Unternehmen hätten sich mit einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gewandt, teilte der Branchenverband gestern mit

Hamburg. Die im Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) zusammengeschlossenen Unternehmen haben der Bundesregierung ein eigenes Angebot zum Ausbau des DSL-Netzes gemacht. Die Unternehmen hätten sich mit einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gewandt, teilte der Branchenverband gestern mit. Seien die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen, könnten bald alle Bürger von einem breitbandigen Internetzugang profitieren. Für die Arbeiten rechnet der Verband in einem ersten Schritt mit Kosten von rund 1,5 Milliarden Euro, die die Unternehmen selbst tragen würden. Für einen Ausbau mit Glasfaser würden bis 2019 noch einmal 40 Milliarden Euro benötigt.VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner hatte der "Financial Times Deutschland" gesagt, die Unternehmen würden den DSL-Ausbau im Vergleich zur Telekom in der Hälfte der Zeit, mit höherer Internetzugangsgeschwindigkeit und deutlich billiger durchführen. Sie setzten nicht allein auf herkömmliche DSL-Technologie, sondern auf Glasfaser oder Funknetze. Mit ihrer Offerte reagierten die Unternehmen auf Pläne der Telekom. Diese hatte der Bundesregierung angeboten, das DSL-Netz mit Milliardeninvestitionen flächendeckend auszubauen und auf Subventionen zu verzichten. Als Gegenleistung forderte die Telekom, höhere Mietpreise von Mitbewerbern für die Mitnutzung des Telekomnetzes verlangen zu dürfen. ddp