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Post kämpft gegen hohe Kosten
Post schickt Beamte früher in Rente

Bonn. Mit steigenden Preisen und einem Vorruhestandsprogramm für Beamte will die Deutsche Post das stark schwächelnde Geschäft mit Briefen und Paketen in den Griff bekommen. Insgesamt 400 Millionen Euro will der Konzern bereitstellen, damit verbeamtete Mitarbeiter vorzeitig ihren Ruhestand antreten, teilte die Post am Freitag mit. dpa

Wie viele Stellen bei dem Konzern durch das Programm am Ende wegfallen werden, wollte Vorstandschef Frank Appel noch nicht abschätzen. Im hart umkämpften Paketmarkt mangelt es in der ganzen Branche an Zustellern und anderem Personal. „Aus dem Grunde sehen wir uns insgesamt deutlich steigenden Kosten gegenüber, die uns ohne ausgleichende Preise dieses Jahr vor erhebliche Herausforderungen stellen“, fügte Appel hinzu.

Für Bücher- und Warensendungen müssen Post-Kunden ab 1. Juli tiefer in die Tasche greifen. Bei den Briefen wird über Steigerungen beim Standardbrief von 70 auf 80 Cent ab Januar kommenden Jahres spekuliert. Auch Paketpreise für Geschätftskunden sollen steigen. Für 2018 hat die Post ihre Erwartungen für den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 4,15 Milliarden auf 3,2 Milliarden Euro reduziert.