| 22:09 Uhr

Peugeot setzt auf ein neues Mobilitäts-Konzept

Frankfurt. Peugeot führt noch in diesem Jahr in Deutschland ein neues Mobilitäts-Konzept ein, das sich insbesondere an junge Kunden richtet. Zu deren Lebensgewohnheiten gehöre heute nicht mehr automatisch der Autokauf. Sie setzten verstärkt auf Mobilität zu bestimmten Anlässen wie etwa Einkauf, Besuch anderer Städte oder auch Urlaub

Frankfurt. Peugeot führt noch in diesem Jahr in Deutschland ein neues Mobilitäts-Konzept ein, das sich insbesondere an junge Kunden richtet. Zu deren Lebensgewohnheiten gehöre heute nicht mehr automatisch der Autokauf. Sie setzten verstärkt auf Mobilität zu bestimmten Anlässen wie etwa Einkauf, Besuch anderer Städte oder auch Urlaub. Darauf reagiere Peugeot jetzt, um insgesamt noch mehr neue Kunden zu gewinnen, kündigte Peugeot-Deutschland-Chef Thomas Bauch (Foto: pm) gestern im Rahmen der Jahrespresse-Konferenz an. Deshalb führt Peugeot die Prepaid-Karte "Mu by Peugeot" ein. Die Karte funktioniere wie eine Kreditkarte. Man lädt sie beim Autohändler vor Ort mit einem Punkte-Guthaben auf, das einem selbst bestimmten Wert entspricht. Dafür kann man im Gegenzug Mobilität auf Zeit buchen: Vom Kleinwagen über den Transporter bis hin zu Elektro-Scootern oder auch Fahrrädern. Die Pläne gehen noch weiter. Zubehör soll ebenso buchbar sein wie im Erfolgsfall des Konzeptes mittelfristig auch Hotels oder gar komplette Reisen. In Frankreich habe man mit diesem Auftritt in mehreren größeren Städten hervorragende Erfahrungen gesammelt. So koste beispielsweise ein Fahrrad in Frankreich fünf Euro pro Tag, ein Peugeot 207 täglich 56 Euro für eine Strecke von 200 Kilometern. Bei Abgabe muss aufgetankt sein. "In diesem neuen Konzept ist sehr viel Musik drin", betonte Bauch gegenüber unserer Zeitung. Der erste Test starte in Berlin. Auch, weil man dort gegen ein hoch attraktives Angebot im öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) antreten müsse.Wie weiter zu erfahren war, sollen bei Erfolg rasch weitere Städte folgen. Hamburg sei ebenso interessant wie Frankfurt oder Köln. Aber auch für Saarbrücken sei eine Variante denkbar. So biete diese Region wegen ihrer Überschaubarkeit beispielsweise ideale Voraussetzungen für den Einsatz von Elektroautos oder Elektro-Scootern. Damit die Kunden schnell und ohne bürokratischen Aufwand zum Peugeot-Händler kommen, seien weitere Kooperationen denkbar, etwa mit Bus-Betrieben. ts