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Opel wegen Diesel-Skandal auch im Visier
Opel gerät wegen Diesel unter Druck

Auch der in Rüsselsheim ansässige Autohersteller Opel muss sich jetzt im Diesel-Skandal gegenüber Behörden rechtfertigen.
Auch der in Rüsselsheim ansässige Autohersteller Opel muss sich jetzt im Diesel-Skandal gegenüber Behörden rechtfertigen. FOTO: dpa / Andreas Arnold
Berlin. Der Autohersteller Opel muss sich jetzt auch zu Abschalteinrichtungen in den Modellen Insignia, Zafira und Cascada äußern. dpa

Im Diesel-Skandal um Manipulationen bei der Abgasreinigung rückt Opel stärker in den Fokus der Behörden. Der Autobauer muss sich innerhalb der nächsten Tage zur Funktionsweise einer Abschalteinrichtung in verschiedenen Modellen äußern. Betroffen sind laut „Bild am Sonntag“ 60 000 Insignia, Zafira und Cascada. Das Bundesverkehrsministerium bestätigte „eine amtliche Anhörung gegen Opel“ wegen drei Fahrzeugmodellen. Abschalteinrichtungen dienen dazu, die Abgasreinigung herunterzuregeln. Autobauer begründen das mit dem Motorschutz etwa bei Kälte oder Hitze. Bei vielen Modellen gibt es Zweifel, ob dies notwendig ist. Es drohen Fahrverbote für Dieselautos. In Hamburg gibt es schon Einschränkungen, in Stuttgart sollen sie 2019 kommen.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat Opel zu einer Stellungnahme aufgefordert, wie wirksam die Abgasreinigung ist, in welchen Bereichen diese voll zum Einsatz kommt und ob sie damit zulässig ist. Bei Autos mit auffälligen Abgaswerten hatte das KBA 2016 Nachbesserungen verordnet. Betroffen waren 630 000 Autos verschiedener Hersteller, davon 90 000 von Opel. Es handelt sich um die Modelle Zafira Tourer, Insignia und Cascada, die bis Sommer 2016 produziert wurden. Die freiwillige Umrüstung läuft noch. „Die neue Software zur Abgasreinigung, die seit Sommer 2016 verwendet wird, ist deutlich effektiver und senkt den Ausstoß von Stickoxiden deutlich“, so ein Opel-Sprecher. Bisher hatte Opel im Diesel-Skandal weder mit Ermittlungen noch mit einem Pflicht-Rückruf zu tun.