| 22:10 Uhr

Mehr junge Leute, weniger ältere
Einigung sichert Opel-Werk Kaiserslautern

 Am Opel-Standort Kaiserslautern soll Personal über Altersteilzeit abgebaut werden, wie viel ist noch offen.
Am Opel-Standort Kaiserslautern soll Personal über Altersteilzeit abgebaut werden, wie viel ist noch offen. FOTO: dpa / Uwe Anspach
Rüsselsheim. Paket für neue Investitionen, Garantien für Azubis und Senkung von Lohnkosten beschlossen.

Opel hat sich mit dem Betriebsrat auf Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung für das Werk Kaiserslautern geeinigt. Demnach werden Verträge von jungen Facharbeitern entfristet und Auszubildenden die Übernahme garantiert, teilte der Autobauer am Dienstag in Rüsselsheim mit.

Zudem seien etwa Investitionen für eine Anlage zur Warmumformung von Stahl beschlossen worden. Damit sei Kaiserslautern das einzige Werk der französischen PSA-Gruppe, in dem diese Technologie angewendet werde. Das Werk in Kaiserslautern werde so als „wichtige Säule“ des weltweiten Produktionsverbundes gestärkt, erklärte Personal-Geschäftsführer Ralph Wangemann.

Im Detail werden befristet angestellte Jungfacharbeiter dauerhaft beschäftigt, so Opel. Dabei gehe es um eine Zahl im mittleren zweistelligen Bereich. Auch sollten Auszubildende in den Jahren bis 2023 nach erfolgreichem Abschluss unbefristet übernommen werden. Zudem vereinbarte Opel mit den Sozialpartnern, in dem Zeitraum pro Jahr 34 Azubis einzustellen.



Zugleich will Opel die Lohnkosten drücken und bietet nun „vorübergehend“ mehr Beschäftigten den Ausstieg an. Die Möglichkeit zur Altersteilzeit sei für Angestellte bis einschließlich Jahrgang 1961 erweitert worden, hieß es.

Der Betriebsratsvorsitzende am Standort Kaiserslautern, Lothar Sorger, erklärte: „Wir haben gemeinsam mit der Geschäftsleitung eine gute Vereinbarung getroffen, die den Standort Kaiserslautern stabilisiert und eine gute Basis für die weitere Entwicklung bildet.“

Seit der Übernahme im Jahr 2017 versucht der französische Eigner PSA (Peugeot/Citroën) Opel mit Einsparungen auf Effizienz zu trimmen und bietet den Beschäftigten etwa verstärkt Abfindungen an, wenn sie den Konzern verlassen. Dazu wurde ein Sozialplan vereinbart. Im Werk Kaiserslautern arbeiten derzeit rund 1700 Menschen. Daneben hat die Marke mit dem Blitz noch Werke in Eisenach und Rüsselsheim. Für Eisenach gibt es bereits eine ähnliche Vereinbarung, für Rüsselsheim laufen derzeit noch die Verhandlungen. Insgesamt beschäftigt Opel in Deutschland Stand Ende vergangenen Jahres 16 550 Menschen.