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Dieselskandal
Opel Dieselskandal – Anwälte erheben erste Zivilklage

Lahr. Nachdem das Kraftfahrt-Bundesamt eine amtliche Anhörung angeordnet hat, rückt Opel auch in das Visier zivilrechtlicher Angriffe von Käufern auf Schadensersatz.

Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer hat bundesweit die erste Klage gegen die Adam Opel GmbH auf Schadensersatz vor dem Landgericht Offenburg eingereicht. Opel wird vorgeworfen, einen Opel Insignia 2,0 Diesel mit AdBlue-Tank so manipuliert zu haben, dass die gesetzlichen Werte nur auf dem Prüfstand eingehalten werden können. Der Kläger erwarb im Jahre 2017 einen Opel Insignia und ließ sich im Rahmen des Kaufs die Technik erläutern. Als im Juli 2018 bekannt wurde, dass das Kraftfahrt-Bundesamt gegenüber Opel bezüglich der Fahrzeuge Insignia, Zafira und Cascada eine amtliche Anhörung wegen des Verdachts der Verwendung einer illegalen Abschalteinrichtung eingeleitet hat, entschloss sich der Kläger für eine rechtliche Beratung. Er geht davon aus, dass er betrogen wurde. Gegenüber dem Händler, der ihm das Fahrzeug verkauft hat, wurde die Anfechtung wegen arglistiger Täuschung erklärt und die Rückzahlung des Kaufpreises verlangt. Nachdem dieser dem Verlangen nicht fristgerecht nachkam, wurde nunmehr der Händler auf Rückzahlung des Kaufpreises abzüglich einer Nutzungsentschädigung verklagt. Daneben wurde auch die Adam Opel GmbH verklagt. Von ihr verlangt der Kläger wegen sittenwidriger Schädigung und aufgrund eines Verstoßes gegen EU-Recht Schadensersatz.