| 20:26 Uhr

Öl
Opec-Staaten einigen sich auf geringere Ölfördermengen

Wien. Das Ölkartell Opec und die zehn kooperierenden Staaten setzen bei ihrer Strategie für die kommenden Monate auf eine weitere Förderbeschränkung. So wollen sie die Preise für Öl möglichst in die Höhe treiben. dpa

Die 24 zuständigen Minister einigten sich am Freitag in ihrer Sitzung in Wien auf eine zusätzliche Kürzung um 500 000 Barrel (je 159 Liter) Öl am Tag im Vergleich zur aktuellen Produktion. Wie das Ölkartell weiter mitteilte, gilt die Kürzung der Ölfördermenge mit Wirkung zum 1. Januar 2020.

Welche Folgen diese zusätzliche Kürzung um 0,5 Prozent der weltweiten täglichen Ölproduktion haben kann, lässt sich zunächst nur schwer vorhersagen. Aller Voraussicht nach werden die Öl- und damit auch die Benzinpreise etwas steigen.

Die Internationale Energieagentur hatte aber zuletzt auch darauf hingewiesen, dass nach ihren Erwartungen der Bedarf an Opec-Öl im ersten Halbjahr 2020 deutlich zurückgehen wird. Die Ölpreise stiegen mit der Bekanntgabe der neuen Vereinbarung deutlich an. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Freitagnachmittag 64,70 US-Dollar und damit 1,35 US-Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,08 Dollar auf 59,54 Dollar.