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Mehr Arbeitslose in Rheinland-Pfalz

Mainz/Saarbrücken/Nürnberg. In der kalten Jahreszeit steigt die Zahl der Arbeitslosen. Rheinland-Pfalz macht da im Dezember keine Ausnahme. Nach Darstellung der Arbeitsagentur hat sich die Lage dennoch gut entwickelt. Agentur

Wegen des Winters ist die Zahl der Arbeitslosen in Rheinland-Pfalz erneut gestiegen. Im Dezember hatten 108 362 Männer und Frauen keine Stelle, wie die Bundesagentur für Arbeit gestern in Saarbrücken berichtete. Das waren 2194 oder 2,1 Prozent mehr als im November und 72 oder 0,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Regionaldirektion der Bundesagentur sprach von einer saisonal üblichen Entwicklung. Die Arbeitslosenquote stieg von 4,8 im November auf 4,9 Prozent im Dezember, vor einem Jahr hatte sie 5,0 Prozent betragen.

"Auch wenn die Arbeitslosigkeit im Dezember leicht angestiegen ist, hat sich der Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz gut entwickelt", erklärte die Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland, Heidrun Schulz. Das Jahr 2016 habe die Behörde wegen der Zuwanderung der Flüchtlinge und deren Integration in den Arbeitsmarkt vor große Herausforderungen gestellt. Das Interesse der Wirtschaft an Arbeitskräften sei aber ungebrochen stark, teilte die Regionaldirektion mit. Die Zahl der arbeitslosen Ausländer stieg im Vergleich zum November um 1090 oder 4,1 Prozent auf 27 876. Im Vergleich zum Dezember 2015 legte sie um 5871 oder 26,7 Prozent zu.

Insgesamt meldeten sich in Rheinland-Pfalz im Dezember 10 600 Frauen und Männer arbeitslos, das waren 100 oder 0,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. 6500 Menschen fanden eine Stelle - rund 100 oder 1,7 Prozent mehr als zwölf Monate zuvor. 32 800 freie Stellen waren bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern gemeldet - 3200 oder 11,0 Prozent mehr als Ende 2015. Die meisten Angebote gab es in der Zeitarbeit (10 740), im Gesundheits- und Sozialwesen (3280), im Handel (3010) sowie im Verarbeitenden Gewerbe (2890) und im Baugewerbe (2120).



Im Saarland hingegen haben im Dezember zahlreiche Menschen eine neue Stelle gefunden - die Zahl der Arbeitslosen ging damit trotz des winterlichen Wetters leicht zurück. Insgesamt hatten 34 324 Männer und Frauen keine Stelle, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Das waren 59 oder 0,2 Prozent weniger als im November und 1733 oder 4,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Regionaldirektion der Agentur sprach von einer erfreulichen Entwicklung. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 6,7 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie 7,0 Prozent betragen. "Zum Jahresende hat sich der Arbeitsmarkt recht gut entwickelt", bilanzierte Heidrun Schulz.

Deutschlandweit ist die Zahl der Arbeitslosen zum Jahresende witterungsbedingt auf 2,568 Millionen gestiegen. Im Dezember 2016 seien 36 000 mehr Männer und Frauen arbeitslos gemeldet gewesen als im November, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) gestern in Nürnberg mit. Jedoch waren es 113 000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum November um 0,1 Punkte auf 5,8 Prozent. Auf das Gesamtjahr 2016 betrachtet lag die Arbeitslosenzahl in Deutschland im Durchschnitt bei 2,691 Millionen Menschen. Das ist der niedrigste Jahresdurchschnittswert seit 25 Jahren. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote sank um 0,3 Punkte auf 6,1 Prozent. Bereits im Jahr 2015 hatte die Arbeitslosenzahl mit durchschnittlich 2,795 Millionen ein Rekordtief erreicht. "Die gute Entwicklung bei der Arbeitslosigkeit hat sich zum Jahresende fortgesetzt", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise .