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Mehr als 3000 neue Jobs bei Opel

Opel-Gesamtbetriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug ist zuversichtlich. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa
Opel-Gesamtbetriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug ist zuversichtlich. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa FOTO: Fredrik von Erichsen/dpa
Mainz/Rüsselsheim. Die Opel-Beschäftigten haben überaus harte Zeiten hinter sich. Doch jetzt wächst die Belegschaft am Stammsitz des Autoherstellers in Rüsselsheim wieder. Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug blickt zuversichtlich auf die nächsten Jahre. Agentur

Die Belegschaft von Opel in Rüsselsheim wächst nach Darstellung des Gesamtbetriebsratschefs Wolfgang Schäfer-Klug wieder kräftig. Von Ende 2013 bis 2019/2020 entstünden am Stammsitz mehr als 3000 Arbeitsplätze, sagte Schäfer-Klug und bestätigte damit einen Bericht der "Allgemeinen Zeitung" in Mainz ("AZ"). Damit werde der Verlust von rund 2700 Arbeitsplätzen im Rahmen der Restrukturierung des Jahres 2005 mehr als kompensiert.

"Es freut uns sehr, dass mit dem IG-Metall-Tarifvertrag, den wir mit dem Management 2013 vereinbarten, dieser Abbau mehr als ausgeglichen werden kann", sagte Schäfer-Klug der "AZ". 1400 Stellen seien bereits vor allem im Werkzeug- und Prototypenbau und in der Entwicklung neu geschaffen worden. Bis zu 150 andere kämen im laufenden Jahr dazu. Zudem seien 270 Leiharbeiter übernommen sowie knapp 600 ausgelagerte Jobs wieder zurückgeholt worden. Bis Ende des Jahrzehnts soll die Produktion sowohl im Getriebewerk als auch im Pkw-Stammwerk wieder von zwei auf drei Schichten hochgefahren werden. Das bringe insgesamt rund 1500 neue Arbeitsplätze.

Wieder schwarze Zahlen

Nach harten Sanierungen, bei denen 2014 auch das Opel-Werk in Bochum geschlossen wurde, hatte die Tochter des US-Autokonzerns General Motors (GM) ihre Verluste zuletzt deutlich verringert. In diesem Jahr soll das GM-Europageschäft um Opel erstmals seit langem wieder schwarze Zahlen schreiben. Im vergangenen Jahr stand unter dem Strich noch ein operativer Verlust von 813 Millionen Dollar, eine gute halbe Milliarde weniger als im Jahr zuvor (1369 Millionen Dollar).

Angetrieben wird das Geschäft der Rüsselsheimer derzeit vor allem von der starken Nachfrage nach dem neuen Opel Astra. Von Januar bis März 2016 verkaufte Opel insgesamt gut 59 000 Fahrzeuge, 14,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.