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Gute Prognose
Landwirte sind für Ernte zuversichtlich

Der recht feuchte Winter schürt bei den Landwirten Hoffnungen auf eine gute Ernte in diesem Jahr.
Der recht feuchte Winter schürt bei den Landwirten Hoffnungen auf eine gute Ernte in diesem Jahr. FOTO: Uwe Anspach / dpa
Mainz. Der Winter hat sich feucht und kalt präsentiert und der Frühling nimmt an Fahrt auf. Aber es noch früh im Jahr und das Wetter kann stets die Ernte verhageln, warnt das Landwirtschaftsministerium.

Nach den Wetterkapriolen des Jahres 2017 zeigen sich die Landwirte in Rheinland-Pfalz für dieses Jahr vorsichtig optimistisch. „Nach einem recht feuchten Winter haben die Pflanzen wichtige Nährstoffe aufnehmen können“, sagte der Sprecher des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd, Andreas Köhr. Seinen Informationen nach habe es keine größeren Schäden an Getreidefeldern gegeben. Der Winterfrost habe außerdem die Weinreben weitgehend verschont.

Im vergangenen Jahr hatte das Wetter den Bauern teils große Probleme bereitet. So sorgte etwa ein später Frost im April für Schäden vor allem in den Weinbergen und Obstwiesen.

„Momentan besteht das Potenzial für eine ganz normale Ernte, mit Blick auf das Wetter kann natürlich noch viel passieren“, sagte Köhr, der aber von einer Momentaufnahme sprach. So könnte es beispielsweise auch im Mai noch einmal frostig werden und so die Entwicklung auf Äckern und Weinbergen empfindlich beeinträchtigen. Auch zu viel oder zu wenig Niederschläge könnten sich noch auf die Ernte auswirken. Daher schauten Landwirte auch stets „mit einem Auge in den Himmel“.



Ähnlich sieht es auch Herbert Netter vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau. Aber auch er sagte, dass die Landwirtschaft momentan eher zuversichtlich sei. So sei das Jahr aus Sicht der Bauern im Westerwald oder in der Eifel gut gestartet. Zwar sei der Winter feucht gewesen, so dass man zunächst langfristige Schäden an der Wintergerste habe fürchten müssen. Das habe sich aber nicht bestätigt.

Dank einer mehrere Wochen dauernde Frostperiode ohne Schnee seien auch zahlreiche Schädlinge auf natürliche Weise dezimiert worden. Drohender Hagel, Starkregen oder auch extreme Trockenheit könnten zum jetzigen Zeitpunkt mitnichten ausgeschlossen werden.

Zurückhaltend äußert sich das rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerium. So wolle man eine erste Einschätzung erst Ende Mai abgeben. Aktuell seien noch nicht alle Kulturen ausgesät. „Mögliche Kälteeinbrüche wie Eisheilige und Schafskälte liegen noch vor uns“, sagte eine Sprecherin.