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293 Bauernhöfe mit Mängeln
Kontrolle von Bauernhöfen: Meiste Mängel bei Tieren

Mainz. Übliche Beanstandungen bei Kontrollen landwirtschaftlicher Betriebe in Rheinland-Pfalz betreffen Mängel bei der Tierhaltung oder fehlendes Personal für die Versorgung der Tiere.

Es gehe etwa um Stallgebäude, Beleuchtung und die Bewegungsfreiheit der Tiere, teilte das Umweltministerium in Mainz auf Anfrage der dpa mit. Im vergangenen Jahr waren 1242 der insgesamt rund 15 000 Bauernhöfe zwischen Westerwald und Südpfalz kontrolliert worden, in 293 Fällen gab es laut Ministerium Beanstandungen.

Welche Sanktionen gegen einen Landwirt verhängt werden, entscheidet den Angaben zufolge die jeweilige Kreisverwaltung. Denkbar seien etwa Bußgelder. Zu bevorzugen seien indes tierschutzrechtliche Anordnungen, bei denen Halter zu konkreten Maßnahmen verpflichtet würden. 2017 seien in fünf Fällen Strafverfahren eingeleitet, Tiere weggenommen und Tierhalteverbote verhängt worden. Es habe auch Betriebsschließungen gegeben.

Aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion war kürzlich hervorgegangen, dass im Schnitt in Rheinland-Pfalz nur alle 15,5 Jahre überprüft wird, ob sich ein Landwirtschaftsbetrieb an die Vorgaben des Tierrechts hält. Dazu teilte das Mainzer Ministerium mit, bei der Statistik würden die Kontrollen nach Tierart getrennt erfasst. Ein nicht kontrollierter Betrieb mit vier verschiedenen Tierarten tauche dort gleich als vier kontrollpflichtige, nicht kontrollierte Betriebe auf.