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Kommentar
Landwirte brauchen Sicherheit

FOTO: SZ / Robby Lorenz
So nachvollziehbar die Pläne der EU sind, die Förderung der Landwirtschaft auf ein neues Fundament zu stellen, so verständlich ist auch die Zurückhaltung der Landwirte gegen eben diesen Vorstoß. Denn noch gibt es allzu viele Unsicherheitsfaktoren in den Plänen der EU. Von Joachim Wollschläger

Klar ist: Die EU will weg von der reinen Flächenförderung. Was aber dann kommt, das ist noch völlig offen. Was dann wie gefördert werden könnte, welche gesellschaftlichen Leistungen wie vergütet werden könnten, all das ist den Landwirten zu vage. Denn genauso gut könnte es ja auch sein, dass diese Gelder beispielsweise dazu verwendet werden, um den ein oder anderen Dorfplatz zu erneuern.

Landwirte brauchen Planungssicherheit. Sie investieren in Produktionsmittel, sie müssen Angestellte bezahlen, sie haben hohe Kosten. Und es ist auch klar, dass sie diese auf dem freien Markt nicht erwirtschaften können. Insofern muss der Auftrag an EU-Kommissar Hogan und die EU-Agrarpolitik lauten, schnellstmöglich Fakten zu erarbeiten, mit denen die Bauern planen können.