| 23:14 Uhr

Suche nach neuen Geschäftsfeldern
ISB fördert mehr Wohnraum in Rheinland-Pfalz

Mainz. In Zeiten von Wohnungsnot in Ballungsräumen hat die rheinland-pfälzische Förderbank ISB ihre Förderung von Wohnraum kräftig ausgebaut. Sie steigerte das Volumen an Förderzusagen 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent auf knapp 161 Millionen Euro. Die Summe sei je zur Hälfte in kreisfreie Städte und den ländlicheren Raum geflossen. Die Zahl geförderter Wohneinheiten sei um 18 Prozent auf 2190 gestiegen, teilte die Bank am Freitag in Mainz mit.

In Zeiten von Wohnungsnot in Ballungsräumen hat die rheinland-pfälzische Förderbank ISB ihre Förderung von Wohnraum kräftig ausgebaut. Sie steigerte das Volumen an Förderzusagen 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent auf knapp 161 Millionen Euro. Die Summe sei je zur Hälfte in kreisfreie Städte und den ländlicheren Raum geflossen. Die Zahl geförderter Wohneinheiten sei um 18 Prozent auf 2190 gestiegen, teilte die Bank am Freitag in Mainz mit.

Der Vorsitzende des ISB-Verwaltungsrats, Stephan Weinberg, sagte, es gebe Schwarmstädte wie Mainz, Trier und Ludwigshafen, die stark wachsen. Und hier landete 2017 auch das meiste Fördergeld: Ganz vorne lag Trier mit 23,2 Millionen vor Ludwigshafen (14,7 Millionen) und Mainz mit 11,3 Millionen. Unter den kreisangehörigen Städten rangierte Neuwied mit 8,4 Millionen Euro ganz vorne. Während es laut ISB in den Städten eher um die Förderung von Mietwohnungen gehe, mache auf dem Land die Förderung von Wohneigentum das Gros aus.

Im Koalitionsvertrag von 2016 hatte die Ampel-Koalition aus SPD, FDP und Grünen vereinbart, dass in der Legislaturperiode bis 2021 gut 20 000 Wohnungen neu in die soziale Wohnraumförderung aufgenommen werden. Mit Blick darauf und die im vergangenen Jahr geförderten 2190 Wohneinheiten sagte Weinberg: „Da haben wir noch ein gutes Stück Weg zu gehen.“ Deswegen seien voriges Jahr bereits die Förderangebote angepasst worden.



Unter dem Strich erzielte die ISB 2017 einen Überschuss von 2,6 Millionen Euro (2016: 2,8 Millionen). Im zweiten Geschäftsfeld Wirtschaftsförderung stand ein Plus von 18 Prozent auf rund 256 Millionen Euro zu Buche. Das große Wachstum sei hier aber künftig nicht zu erwarten, sagte ISB-Vorstandssprecher Ulrich Dexheimer. Viele Firmen seien derzeit selbst sehr liquide und Geschäftsbanken hätten mangels Anlagealternativen einen „großen Risiko-Appetit“, seien also auch sehr aktiv im Geschäft etwa mit Darlehen für mittelständische Unternehmen.

Hinzu kommen Weinberg und Dexheimer zufolge die anhaltend niedrigen Zinsen. All das mache das Marktumfeld schwierig. Angesichts dessen will die ISB nach neuen Geschäftsfeldern Ausschau halten. Gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium sei geplant, ein Gutachten zu möglichen neuen Aktivitäten erstellen zu lassen. Es gehe etwa darum, ob sich die Bank neben der Wirtschafts- und Wohnraumförderung noch in anderen vom Land geförderten Bereichen oder in völlig vom Land losgelösten Geschäftsfeldern engagieren könne.