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In den Tarifstreit der Busfahrer kommt Bewegung

Mainz. Im Tarifstreit für die rund 27 000 Beschäftigten des privaten Verkehrsgewerbes in Rheinland-Pfalz hat nach Gewerkschaftsangaben ein zweites Busunternehmen eigenständige Tarifverhandlungen angeboten. Nach Rhenus-Veniro sei nun auch die vornehmlich im Norden von Rheinland-Pfalz tätige Transdev SZ Gmbh & Co

Mainz. Im Tarifstreit für die rund 27 000 Beschäftigten des privaten Verkehrsgewerbes in Rheinland-Pfalz hat nach Gewerkschaftsangaben ein zweites Busunternehmen eigenständige Tarifverhandlungen angeboten. Nach Rhenus-Veniro sei nun auch die vornehmlich im Norden von Rheinland-Pfalz tätige Transdev SZ Gmbh & Co. KG diesen Schritt gegangen und habe Verdi schriftlich aufgefordert, Vorschläge zu machen, teilte die Gewerkschaft in Mainz gestern mit. Von den anderen Vertretern auf Arbeitgeberseite gebe es noch keine Reaktion auf die Forderung der Gewerkschaft, bis 18. Oktober Verhandlungen aufzunehmen und ein Angebot für alle Beschäftigten vorzulegen. Verdi betonte, nach Ablauf der Frist würden die Warnstreiks ausgeweitet, wobei in Koblenz begonnen werden soll. Transdev und die Rhenus-Veniro-Gruppe sind wegen der Verhandlungen von den Maßnahmen ausgeschlossen. Die Beschäftigten des privaten Verkehrsgewerbes treten seit Ende Mai immer wieder in den Warnstreik, um ihre Forderung nach acht Prozent mehr Entgelt oder mindestens 200 Euro mehr zu unterstreichen. Von der jüngsten Aktion in Trier, Koblenz, im Raum Neuwied-Westerwald und in Andernach waren laut Gewerkschaft insgesamt rund 115 000 Fahrgäste betroffen. Verdi hatte kürzlich das Angebot des Arbeitgeberverbandes zurückgewiesen, nur den Busfahrern im Linienverkehr ein höheres Entgelt zu zahlen und alle anderen Berufsgruppen wie Betriebshandwerker, Angestellte, Disponenten oder Auszubildende nicht zu berücksichtigen. Verdi hatte nannte das "grotesk". dpa