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Arbeitslosenquote nun bei 4,1 Prozent
Rheinland-Pfalz: Gute Konjunktur lässt Arbeitslosenzahl sinken

Saarbrücken/Mainz. (dpa) Die Zahl der Arbeitslosen in Rheinland-Pfalz ist im Oktober wegen der guten Wirtschaftslage erneut gesunken. Im abgelaufenen Monat waren 92 100 Menschen erwerbslos gemeldet, wie die Regionaldirektion der Bundesarbeitsagentur in Saarbrücken am Dienstag mitteilte.

Das sind 2300 Menschen (2,5 Prozent) weniger als im September und 6300 Menschen (6,4 Prozent) weniger als im Oktober 2017. Noch geringer war die Arbeitslosigkeit in einem Oktobermonat zuletzt im Jahr 1992. „Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiter in sehr solider Verfassung“, sagte Direktionschefin Heidrun Schulz.

In Rheinland-Pfalz fiel die Arbeitslosenquote im Oktober auf 4,1 Prozent. Vor vier Wochen lag sie noch bei 4,2 Prozent, im Oktober 2017 betrug sie 4,5 Prozent. Der Bundesarbeitsagentur zufolge gibt es weiterhin viele offene Stellen. „Die Chancen, eine Beschäftigung zu finden, sind gut. Dies spiegelt sich auch in den Zahlen wider“, meinte Schulz. Demnach konnten erneut alle Gruppen von der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt profitieren – bei jungen Frauen und Männern sank die Arbeitslosenquote demnach gar unter vier Prozent.

Der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) zufolge haben viele Faktoren zum kontinuierlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit beigetragen. „Dazu gehören neben der demografischen Entwicklung und der guten konjunkturellen Lage auch eine zielgerichtete und bedarfsorientierte Arbeitsmarktpolitik der Landesregierung mit dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und der Bundesagentur für Arbeit“, sagte die Ministerpräsidentin in Mainz. Der Landesregierung zufolge waren im Oktober 92 054 Menschen arbeitslos gemeldet – 2328 weniger als im September und 6221 weniger als noch im Vorjahresmonat.



Im Oktober 2018 waren bei der Regionaldirektion 42 100 offene Stellen gemeldet, dies waren 1000 (2,4 Prozent) mehr als ein Jahr zuvor. Die meisten dieser Stellen waren in der Zeitarbeit (13 760), im Handel (4180), im Verarbeitenden Gewerbe (4020), im Gesundheits- und Sozialwesen (3520) und im Bereich der Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (3290), wie die Arbeitsagentur mitteilte.

(dpa)