| 22:27 Uhr

Hutfabrik Wegener: Trotz Olympia und EM kein großes Zusatzgeschäft

Lauterbach. Trotz Olympischer Sommerspiele und Fußball-Europameisterschaft in diesem Sommer rechnet der traditionsreiche Hut-Hersteller Wegener aus dem osthessischen Lauterbach nicht mit steigenden Umsätzen. "Es wird ein ganz normales Jahr werden", prognostiziert Inhaber Hans Theodor Wegener

Lauterbach. Trotz Olympischer Sommerspiele und Fußball-Europameisterschaft in diesem Sommer rechnet der traditionsreiche Hut-Hersteller Wegener aus dem osthessischen Lauterbach nicht mit steigenden Umsätzen. "Es wird ein ganz normales Jahr werden", prognostiziert Inhaber Hans Theodor Wegener. 2006 sei ein außergewöhnliches Jahr gewesen, weil die Fußball-WM im eigenen Land stattfand. Damals hatte der Hut-Hersteller eigene sogenannte Basecaps (Schirmmützen) und Hüte auf den Markt gebracht. Dies werde 2012 nicht geschehen.Sorgen bereiten dem Manager, der das Familienunternehmen in sechster Generation führt, die steigenden Preise für Kaninchenhaar: "Die Preise sind in den vergangenen drei Jahren um etwa 80 Prozent gestiegen." Die Kosten liegen derzeit bei rund 65 Euro pro Kilogramm. Grund sei die höhere Nachfrage in der Boom-Region Asien. Gerade in China und Indien werde Kaninchenhaar in Filteranlagen beispielsweise von Kraftwerken verwendet, um klimaschädliche Emissionen zu reduzieren.

Die Verknappung des Rohstoffs führe dazu, dass ein Teil der Produktion auf Schafwolle umgestellt worden sei. Geliefert wird Kaninchenhaar aus Farmen in Südeuropa und Belgien. Für die Herstellung eines Hutes seien Felle von drei Tieren notwendig, erklärte Wegener. dpa